Geigen-Ausstellung noch bis einschließlich Samstag: Beim Wettbewerb hat alles bestens geklappt. Foto: dpa

Teilnehmer schaffen internationales Flair

Mittenwald - Zum Abschluss der Geigenbauwettbewerbs in Mittenwald zieht Tourismus-Direktor Klaus Ronge eine positive Bilanz.

Klaus Ronge kann endlich mal wieder durchatmen. Die vergangenen zwei Wochen waren für den Mittenwalder Tourismus-Direktor der pure Stress. Nun ist der 6. Internationale Geigenbau-Wettbewerb vorbei. „Er hat uns viel abverlangt, aber auch großen Spaß gemacht“, betont er. Erstmals lag die Organisation heuer federführend bei den Verantwortlichen der Tourist-Info.

Die Premiere ist nach Ronges Aussage gelungen. „Es hat alles hervorragend geklappt. Wir sind sehr zufrieden.“ Besonders glücklich ist er über die gute Zusammenarbeit zwischen den Bauhof-Mitarbeitern, der Geigenbau-Schule und seinen Kollegen. Rund 25 bis 30 Leute waren hinter den Kulissen im Einsatz, um die Veranstaltungsreihe zum Erfolg zu bringen. Das Engagement scheint sich gelohnt zu haben: „Ich habe sehr positive Rückmeldungen bekommen“, erzählt Ronge. Auch die zahlreichen gut besuchten Veranstaltungen sprachen für sich. „Gerade die Vorträge und Termine in den kleineren Räumen waren immer voll“, fasst er zusammen. Bei den Konzerten in den beiden Kirchen gab es kleinere Anlaufschwierigkeiten. „Gerade zu Beginn hatten wir da noch etwas mehr Luft“, gibt der Tourismus-Chef zu.

Bei der Aufführung der „geheimnisvollen Schachtel“ am 22. Mai machte das Champions-League-Finale dem Konzert spürbare Konkurrenz. Aber zum Ende seien auch die muskalischen Termine gut besucht worden. As Höhepunkt nennt der Tourismus-Direktor die Abschluss-Veranstaltung mit der Preisverleihung und dem Juroren-Konzert im TSV-Saal. „Nahezu 270 Leute waren dabei.“

Gerade zu diesem Zeitpunkt sorgte der Geigenbau-Wettbewerb für einige Übernachtungen mehr. „Viele der internationalen Teilnehmer waren mit ihren Familien in Mittenwald“, erläutert Ronge. „Da hat man schon deutlich internationales Flair im Ort gespürt.“ Die Bewerber bis aus den USA sind größtenteils schon wieder abgereist, obwohl der Wettbewerb noch nicht ganz zu Ende ist: Bis zum morgigen Samstag um 13 Uhr sind alle beim Wettbewerb eingereichten Instrumente in der Schule am Mauthweg ausgestellt.

Trotz internationaler Atmosphäre steht für Ronge bei der Veranstaltungsreihe nicht der Tourismus im Vordergrund. „Es geht eher darum, den Stellenwert Mittenwalds als Geigenbau-Ort zu stärken.“ Denn auch die Besucher seien zum Großteil aus dem Oberen Isartal und aus der Umgebung angereist. Und die Fortsetzung können sich diese schon mal vormerken. Denn Ronge ist sich sicher. „Der nächste Wettbewerb findet in vier Jahren wieder hier statt.“ (nine)

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