Tollkühne Gaudiburschen kämpfen sich durch den Stangenwald

Krün - 51 Teilnehmer, über 300 Fans - die Wiederauflage des "NostalSkirennens" in Krün übertraf alle Erwartungen.

Der „Hiemer Guggi“ war mit den Skiern seines Vaters gekommen. „Die stammen aus den 30er Jahren“, verriet der Krüner. „Auch meine Ausrüstung ist aus dieser Zeit.“ Richy Zahler hatte Ski und Schuhe im Internet gefunden. Der Ex-Vorsitzende des ausrichtenden Junggesellenvereins musste allerdings kräftig montieren, um die Ausrüstung an seinen Holzgleitern passend zu machen. Musikchef Hansjörg Mayr wiederum präsentierte stolz seine Brettl. „Das sind über 50 Jahre alte Hofbauer-Ski aus Murnau. Die hat mein Freund Thomas Andre aus dem Keller geholt.“ Arnd Dünzinger aus Grainau startete trotz frostiger Temperaturen gar mit einer kurzen Lederhose.

Sehr zur Freude der über 300 Zuschauer, die beim „2. Historischen Skirennen“ dabei waren. Für sie war’s eine nostalgische Reise in die Ära einer Christl Kranz oder eines Guzzi Lantschner – den alpinen Heroen der 1930er Jahre.

In Krün starteten heuer über 50 tollkühne Sportler beim „NostalSki-Rennen“. Die Idee dazu stammte von Florian Baumann und Hubbi Pleyer. Nachdem bei der Premiere 2007 „nur“ 20 verwegene Burschen durch die Stangen den Hang hinab gewedelt waren, hatten sich heuer schon 51 Teilnehmer, darunter auch fünf Frauen, angemeldet. Die Mutigen unter ihnen stürzten sich über eine Schanze, die anderen nahmen den längeren Weg daran vorbei. Starter Thomas Reindl zählte dem Zeitgeist gemäß durchs Walkie-Talkie auf Null herunter und im Ziel stoppten Vorsitzender Luis Stelzl und Benedikt Schober per Hand. Belebt wurde das Rennen durch die Kommentatoren Max Achatz und Martin Ceeh.

Aufgrund der Resonanz soll das „NostalSki-Rennen“ auch 2010 stattfinden. „Radio und Fernsehen haben schon Interesse angemeldet“, berichtet Luis Stelzl. Was Luis Baudrexl, der den Sonderwettbewerb Skisprung gewann, mächtig freut: „Historischer Skilauf im Werdenfels ist ein Reiz für alle. Das könnt’ nach dem Hornschlitten-Rennen ein zweites großes Ereignis werden.“

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