Der Lack ist seit langem ab: Das Eschenloher Rathaus wird in diesem Jahr innen und außen renoviert. Foto: sj

Über 400 000 Euro für Rathaus-Sanierung

Eschenlohe - Am Eschenloher Rathaus nagt der Zahn der Zeit - repräsentativ ist das Gebäude längst nicht mehr. Die Gemeinde plant für dieses Jahr eine große Renovierung.

400 000 Euro will die Gemeinde Eschenlohe für die Renovierung des Rathauses berappen. An dem über 100 Jahre alten Gebäude, das vor allem die Eschenloher Gemeindeverwaltung sowie das Verkehrsamt beherbergt, ist mehr ab als nur der Lack: „Da fehlt es an allem“, erklärt Bürgermeister Anton Kölbl (CSU).

Das soll anders werden. Im Frühjahr will die Gemeinde mit einer umfangreichen Renovierung beginnen, die nach Kölbls Schätzung etwa ein Jahr beanspruchen wird.

Die Mängelliste ist lang. Unter anderem bröckelt von der Fassade der Putz ab, von den Fensterläden schält sich die Farbe, die Balkone auf der Südseite sind wegen Absturzgefahr „seit Jahren gesperrt“, energetisch lässt das Gebäude zu wünschen übrig, im Sitzungszimmer herrscht drangvolle Enge, mit der Behinderfreundlichkeit ist es nicht weit her. Der Zustand des Rathauses sei „für eine Gemeinde nicht besonders repräsentativ“, sagt Kölbl – zumal sich auch das Verkehrsamt im Haus befindet, das Gäste häufig „als erste Anlaufstelle“ wahrnähmen. Das Problem brennt ihm deshalb „besonders in touristischer Hinsicht“ unter den Nägeln.

In der Vergangenheit fehlte für die Lösung das nötige Geld. Heuer erwartet Kölbl allerdings mehr Steuereinnahmen, die Finanzlage bessere sich kurzzeitig. Der Gemeinderat beschloss, die Gelegenheit zu nutzen und das Rathaus im großen Stil zu renovieren.

Man will zunächst das komplette Äußere – von der Fassade über Fenster(-läden) und Balkonbereich bis hin zu einem behindertengerechten Eingang – auf Vordermann bringen, um die Optik zu verbessern. Dann kommt das Innere an die Reihe: mit öffentlichen Toiletten, die von außen zugänglich sind, Behinderten-WC, größerem Sitzungszimmer (dafür wird eine Wand entfernt) und einem renovierten Raum für den Publikumsverkehr.

Neben dem gesamten elektrischen Bereich hat man sich auch die Heizung vorgenommen. Generell bringe man das ganze Rathaus isolationstechnisch auf den neuesten Stand, so Kölbl. Lediglich das Innere des Obergeschosses mit Lager, Bücherei und Registratur bleibe bei der Renovierung aus Kostengründen derzeit noch außen vor. Angesichts der geplanten energetischen Sanierung erhofft sich der Bürgermeister „Zuschüsse oder besondere Förderkredite".

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