Nicole Richter arbeitet seit fünf Monaten bei den Ammergauer Alpen. Foto: hutter

Unterfränkin wirbt für Oberbayern

Oberammergau - Ein knappes halbes Jahr vertritt jetzt Nicole Richter (26) als Vize-Chefin die Interessen im Tourismusverband der Ammergauer Alpen GmbH. Ihr erstes Zwischenfazit fällt rundum positiv aus.

Dass manche Vermieter noch immer nicht so recht in den Ammergauer Alpen angekommen sind, kann Richter nicht ganz nachvollziehen: „Wir haben hier alles, was der Gast wünscht. Im Allgäu, wo ich zuvor beschäftigt war, haben sie stets etwas neidvoll auf diese Region geschaut, was es hier an Sehenswürdigkeiten und Attraktionen alles gibt.“ Und noch etwas ist der 26-Jährigen in den inzwischen fünf Monaten ihrer Tätigkeit im Ammertal aufgefallen: „Hier ist es viel internationaler als im Allgäu.“

Als Nachfolgerin von Gabriele Thölke stieß Nicole Richter, gebürtige Unterfränkin, im September 2008 zum Team der Ammergauer Alpen GmbH und ist dort in erster Linie für Pressearbeit und Außenmarketing zuständig. Anni Hutter, die zweite Assistentin von Geschäftsführer Jörg Christöphler, betreut das Binnenmarketing und hält Kontakt zu den Vermietern. Richter fühlt sich wohl hier („Vom Umfeld her gefällt es mir sehr gut“): Die Diplom-Betriebswirtin mit den Hobbies Laientheater, Gitarrespielen, Reisen und Motorradfahren „will etwas bewegen“ und mithelfen, „die Region in einem umkämpften Markt voranzubringen“.

Die „Leitprojekte 2009“, die die Wahl-Altenauerin aufgestellt hat, stehen unter den Schwerpunkten Gesundheit und Kultur. Mit Aktionen wie dem „Moorbaby“, womit Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien werben, bestünde die Chance, „ein jüngeres Zielpublikum anzusprechen“. Auch die Regionalvermarktung sei ein sehr wichtiges Feld laut Richter: „Das zieht beim Gast und passt zu uns“. Von der Schaukäserei über das Ammergauer-Alpen-Frühstück und die Natur-Gastgeber bis hin zu „Total lokal“ gebe es bereits ein gutes Spektrum.

Insbesondere letztere Aktion soll auch der heimischen Gastronomie wieder neue Impulse geben: Ein gutes Dutzend an Hoteliers und Wirten seien derzeit bereits in Gesprächen, komplett regionale Gerichte auf ihre Karte zu nehmen.

Weitere Aufgabenfelder sieht die Touristikerin in einer einheitlichen Struktur aller sechs Ammertal-Gemeinden beim Internet-Auftritt (in mindestens drei Sprachen) sowie im Bestreben, bis 2010 die elektronische Gästekarte im Verbund mit dem Ostallgäu und der Tiroler Grenzregion einzuführen.

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