Schulterschluss gegen die Olympia-Bewerbung: Axel Doering (Bund Naturschutz) zeigt Eva Bulling-Schröter (Die Linke), was an der Kandahar bereits für die Ski-WM 2011 verbaut wurde. Foto: Thomas Sehr

Unterschriftensammlung gegen Olympia-Bewerbung

Garmisch-Partenkirchen - NOlympia-Bündnis startet Aktion, die im September durchaus in ein Bürgerbegehren münden kann. Die Befürworter der Winterspiele sehen’s gelassen.

Garmisch-Partenkirchen - E-Mails, Anrufe - bei Ludwig Hartmann laufen die Drähte derzeit heiß. „Eine ganze Reihe von Bürgern, die etwas gegen die Olympia-Bewerbung machen wollen, meldet sich täglich bei mir“, erklärte der Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen gestern in Garmisch-Partenkirchen. Ab heute können diese Menschen aktiv werden: NOlympia startet eine Unterschriftensammlung. Auf den Listen sollen sich die eintragen, die „angesichts der ökologischen und finanziellen Schwierigkeiten, die bei der Durchführung der Spiele im Landkreis zu erwarten sind, die Münchner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 ablehnen“. Die Zettel werden nun an Interessierte verteilt, liegen - wenn möglich - in Geschäften aus und sind im Internet abrufbar. Noch steht kein Bürgerbegehren im Raum, allerdings könne diese Aktion nach der politischen Sommerpause im September durchaus darin münden, kündigte Hartmann an.

Erklärtes Ziel von ihm und seinen Mitstreitern ist es, „die Bewerbung zu kippen“. Für ihn und auch Wolfgang Zängl on der Gesellschaft für ökologische Forschung, Bund-Naturschutz-Kreisvorsitzenden Axel Doering sowie Dieter Janecek, Landes-Chef der Grünen, steht fest, „dass man hier aufs falsche Pferd setzt“. Um ein Zeichen zu setzen und vor allem den Landwirten, die ihren Grund für Sportstätten, Parkplätze, Athletendorf sowie Unterkunft und Arbeitsbereich für Medien zur Verfügung stellen sollen, den Rücken zu stärken, gehen die NOlympia-Vertreter jetzt in die Offensive. „Wir wollen auch informieren“, unterstreicht Zängl. „Wie hier bislang gepfuscht und gelogen wurde, ist ein Skandal.“ (tab)

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