Vermisster Bergsteiger nach zwei Jahren gefunden

Grainau - Das Schicksal von Ludwig T. aus Hurlach bei Landsberg ist geklärt. Grainauer Bergwacht-Männer entdeckten Knochen und Kleidungsteile im Bereich der Riffelspitzen.

Das letzte Lebenszeichen von dem 24-Jährigen war am 7. Mai 2006 ein Anruf bei seiner Mutter. Gegen 13.30 Uhr schwärmte er ihr an besagtem Sonntag von dem tollen Ausblick und den 1300 zurückgelegten Höhenmetern vor. Die groß angelegte Suchaktion blieb jedoch vergeblich. "Wir haben damals das ganze Gebiet abgesucht, waren auch da, wo wir ihn jetzt gefunden haben", erinnert sich Anton Vogg, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau. Zwei Tage lang sei man mit Hunden, Hubschraubern und zahlreichen Bergwacht-Kräften unterwegs gewesen. Enorm viel Neuschnee behinderte aber den Einsatz, der letztlich abgebrochen wurde.

Auslöser für die neuerliche Suche nach dem jungen Mann, der im Mai 2006 im Zugspitz-Gebiet verschwunden war, war der Hinweis einer Wahrsagerin. Diese habe behauptet, mit dem Ludwig T. in Kontakt getreten zu sein, der ihr daraufhin mitgeteilt habe, wo er sich befinde, erzählt Vogg. Nachdem die Frau dann den vermeintlichen Unglücksort in einer Karte eingezeichnet hatte, machten sich die Retter noch einmal auf die Suche. "Da war er dann zwar nicht, aber vier Bergwacht-Männer haben nochmal an den Lärchköpfen unter den Riffelwänden gesucht", erklärt Vogg. Mit Erfolg: In einem Radius von etwa zehn Metern entdeckten sie Schuhe, eine Faserpelz-Jacke "und dann in der Fall-Linie die ersten Knochen".

Nachdem alles fotografiert worden war, brachten sie alles säuberlich verpackt zur Polizei. "Die Identifizierung der Skelett-Teile mittels DNA-Muster durch das Institut für Rechtsmedizin in München bestätigten unseren Verdacht", unterstreicht Bernhard Hoffmann, Erster Kriminalhauptkommissar. Die Kripo gehe nun von einem selbstverschuldeten Bergabsturz aus.

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