Verstärkte Kontrollen zur EM

Murnau - Sondereinsatz für die Murnauer Schleierfahndung: Zusammen mit ihren österreichischen Kollegen sorgen sie dafür, dass keine Hooligans zur Fußball-EM in die Alpenrepublik einreisen.

Die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz, die heute beginnt und bis zum 29. Juni dauert, lockt nicht nur friedliche Fans, sondern leider auch gewalttätige Rowdys an. "Sportrandalierer" werden diese in Polizeikreisen genannt. Ziel der Beamten ist es, die Störenfriede bereits auf den Zufahrtswegen zu den Spielorten aufzuhalten. Dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen kommt aufgrund seiner geografischen Lage diesbezüglich eine besondere Bedeutung zu. Seit Donnerstag sind die Beamten der Murnauer Schleierfahndung und der Bundespolizei in dieser Angelegenheit im Einsatz. Die Kontrollen konzentrieren sich hier in der Region auf zwei Schwerpunkte - ­ auf die Transitstraßen Richtung Österreich (Bundesstraße 2 und Autobahn) und den Grenzübergang Scharnitz.

Dort stünden die deutschen Polizisten ihren österreichischen Kollegen helfend zur Seite, erklärt Klaus Schürgers, Pressesprecher der Polizeidirektion Weilheim. Es gehe vor allem um Informationsaustausch. Es ist ein ungewöhnliches Bild, wenn in Scharnitz (wieder) Autos angehalten und Personalausweise überprüft werden. Denn bereits 1998 wurden im Rahmen des "Schengener Abkommens" die Grenzkontrollen eingestellt. Nur zu bestimmten Anlässen beziehen die Ordnungshüter die alten Posten -­ zuletzt zur Fußball-WM 2006.

Verstärkte Präsenz in dem kleinen Grenzort will die Polizei diesmal zur EM besonders an den Tagen zeigen, an denen mit der Anreise von gewaltbereiten Fußballfans zu rechnen ist -­ beispielsweise an diesem Wochenende im Vorfeld des Spiels Deutschland gegen Polen, das am Sonntag ausgetragen wird. Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko könne man jedoch nicht mit einzelnen Spielen in Verbindung bringen, betont Schürgers.

Sinn der Kontrollen sei es nicht, jeden Autofahrer anzuhalten. Man werde sich auf Verdächtige konzentrieren. Trotzdem seien an dem Kontrolltagen "kurzzeitige Verkehrsbehinderungen nicht auszuschließen".

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