Vier Lilien - Krüner Nobelherberge zum besten Wellness-Hotel Deutschands gekürt

Krün - Die Qualität stimmt ­- nicht nur in Schloss Elmau, sondern auch im zweiten Krüner Vorzeigehotel "Das Kranzbach". Das Refugium avancierte zur besten Wellness-Herberge Deutschlands.

Zwar müssen sich die Kranzbacher den Spitzenplatz mit dem Hotel zur Bleiche im Spreewald teilen, doch das schmälert die Freude von Bürgermeister Thomas Schwarzenberger nicht im geringsten. "Wir sind natürlich wahnsinnig stolz, denn wir haben nicht irgendeinen, sondern den besten besten Betrieb." Das im Mai 2007 eröffnete Viersterne-Nobelhaus stehe einfach für "professionelle Arbeit".

Und das ist von Beginn an Dr. Jakob Edingers Absicht gewesen. Der promovierte Tourismusberater und Mitgesellschafter der beiden florierenden Luxustempel "Quellenhof" (Leutasch) und "Steirer Hof" (Bad Waltersdorf) erwarb im Dezember 2003 Schloss Kranzbach und baute es anschließend für zig Millionen Euro zum Musterbetrieb mit "Leuchtturm-Charakter" aus.

Die Rechnung des visionären Tiroler Investors scheint aufgegangen, wie die jüngste Auszeichnung beweist. Der "Relax-Guide", der renommierteste Führer auf dem Wellness-Sektor, der seit 1999 Top-Häuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz jährlich unter die Lupe nimmt, vergab an "Das Kranzbach" die volle Punktzahl (20) oder "vier Lilien". Bewertet wurde unter anderem in den Kategorien Lage, Küche, Wellness, Kur und Beauty.

Wann genau der Relax-Guide-Juror sich inkognito einquartierte, weiß Direktorin Silva Dietrich nicht so genau. "Ich vermute, dass er im August da war." Doch der Zeitpunkt spiele letztendlich keine Rolle, denn die Qualität stimme in Kranzbach immer ­ sei es in einem der 91 Zimmer, in einem der fünf beheizten Pools, in der 1350 Quadratmeter großen Sauna- und Badelandschaft, im Lady-Spa oder in den Ruheräumen mit offenem Kaminfeuer mit Blick auf Wälder, Wiesen und Berge. "Es ist einfach die Kombination aus Natur, Ruhe und guter Erholung", verrät Dietrich das Erfolgsgeheimnis.

Seit gut einem Jahr lenken die 41-jährige Frau aus der Steiermark und ihr Schweizer Ehemann Heribert Dietrich die Geschicke des Kranzbacher Luxustempels. Während ihr Gatte sich um die Bereiche Küche und Technik kümmert, beackert die Schladmingerin die Sparten Service, Empfang und Reinigung. Unterstützt werden sie von einer 60-köpfigen Belegschaft. Nach den "vier Lilien" werde man jetzt noch mehr Gas geben, verspricht die ambitionierte Direktorin.

Seit Eröffnung des "neuen" Kranzbachs im Mai registrierte man bis Ende 2007 rund 19 000 Übernachtungen und knapp 10 000 Gäste. Die kommen zu 95 Prozent aus Süddeutschland, der Rest sind Schweizer. Die Preise für eine Nacht liegen zwischen 120 und 190 Euro (Nobelsuite). Für Dietrich moderate Tarife. Denn die jüngste Auszeichnung hat eines definitiv bewiesen: Hinter dem üppigen Preis steht eine 100-prozentige Leistung.

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