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Einkleiden für die Skisaison: In der Sport Conrad Filiale in Garmisch-Partenkirchen herrscht Hochbetrieb.  

Immer mehr Menschen kaufen im Internet

Die Kassen klingelten

Landkreis - Der Einzelhandel im Landkreis trotzt dem Trend: Während bayernweit Einbußen im Weihnachtsgeschäft zu verzeichnen sind, war dieses in der Region sogar besser als im Vorjahr. 

Mit der „staden Zeit“ haben die Wochen vor dem 24. Dezember nicht viel gemeinsam. Zumindest nicht für den Einzelhandel. Wenn es die Menschen in die Geschäfte zieht, um das passende Weihnachtsgeschenk für die Liebsten zu finden, herrscht in den Läden traditionell Hochbetrieb. Seit einigen Jahren scheint dieser Trend jedoch abzunehmen. Schuld daran ist das Internet. Immer mehr Kunden bevorzugen es, bequem von Zuhause aus einzukaufen, anstatt sich selbst vor die Haustüre zu begeben und auf Geschenkejagd zu gehen. Dies hat der Einzelhandel zu spüren bekommen. Rund 2,5 Prozent lag das Geschäft in Bayern laut Handelsverband hinter den Erwartungen. Zwar kaufen auch im Landkreis die Bürger gerne in den virtuellen Geschäften ein. Hiesige Einzelhändler haben jedoch keine Einbußen zu spüren bekommen. Das Weihnachtsgeschäft war für viele sogar erfolgreicher als im Vorjahr. Die Kassen klingelten.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagt Christian Echter, der Chef des Modehauses Echter in Murnau und Weilheim. Für ihn und seine Angestellten lief es besser als 2015. Aktionen und Angebote haben sich ausgezahlt. Der Internethandel hatte „keinen großen Effekt“. Die Kunden schätzen die Expertise und die persönliche Beratung der Mitarbeiter. Dennoch bemerkte er in Murnau eine Veränderung: „Es waren weniger Besucher in der Fußgängerzone“, sagt Echter.

Guntram Gattner, Inhaber der gleichnamigen Murnauer Buchhandlung, ist mit der Weihnachtsbilanz ebenfalls recht zufrieden. Und er machte die identische Beobachtung wie Echter. „Das war echt auffällig“, sagt er. Auch die vielen Baustellen in der Gemeinde könnten dafür verantwortlich sein. Sicherlich spiele das Internet eine Rolle. Gattner, der neben seinen Laden auch einen Online-Shop betreibt, ist sich sicher: „Der Trend geht dorthin.“

Erfreulich waren die Weihnachtsfeiertage auch für die Händler in Garmisch-Partenkirchen. „Die Vorweihnachtszeit lief gut. Zumindest kann ich das für mein Geschäft sagen“, erklärt Herrenausstatter Fritz Paulisch. In Partenkirchen fällt das Fazit ebenfalls positiv aus. Anton Krätz, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft „Partenkirchen erleben“, hat sich bei den Geschäftsleuten in der Ludwigstraße und Umgebung umgehört. Eines haben die Händler jedoch bemängelt. „Die Brückentage haben gefehlt“, sagt Krätz.

Das sieht Sport Conrad-Chef Hans Conrad nicht zwingend als Nachteil. An Brückentagen kämen die Leute vielleicht geballter in die Läden. Positiv sei heuer jedoch definitiv gewesen, dass weniger Verkaufstage ausgefallen sind, da die Feiertage fast komplett am Wochenende waren. „Für uns lief es sehr gut“, sagt Conrad. Dies gilt sowohl für den Online-Shop, als auch für die Sport Conrad Filialen in Garmisch-Partenkirchen und Murnau, in denen Hochbetrieb herrscht – immerhin hat die Wintersportsaison gerade begonnen.

Auch wenn der Schnee heuer wieder etwas auf sich warten ließ, vermittelten die Minustemperaturen der vergangenen Wochen ein „Gefühl von Winter.“ Der verkaufsoffene Feiertag, der am Dreikönigstag im Garmischer Zentrum stattfindet, verspricht für die Einzelhändler, erfolgreich zu werden. Der Schnee ist da, der Ort ist voll, Einheimische und Touristen haben frei. „Besser kann es doch nicht sein“, meint Conrad.

Magdalena Kratzer

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