Dirigent aus Leidenschaft: Hauptmann Christian Prchal bereitet sich mit dem Gebirgsmusikkorps, das er seit einigen Wochen leitet, aufs Militärmusikfestival vor. Foto: fkn

Werdenfelser Geschichten in Noten

Garmisch-Partenkirchen - Der Neue im Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen: Hauptmann Christian Prchal stellt sich dem großen Publikum beim Militärmusikfestival als Dirigent des Ensembles vor.

Bei Christian Prchal stehen derzeit alle Zeichen auf Militärmusikfestival. Erst wenige Wochen leitet der 31-jährige Hauptmann das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen und schon steckt er mitten in den Proben für die Großveranstaltung, die am Freitag, 7., und Samstag, 8. Mai, im Olympia-Eissportzentrum stattfindet. Dafür habe er „eine völlig neue Show konzipiert“, kündigt der gebürtige Crailsheimer den zwölfminütigen Auftritt seines Ensembles an. „Wir studieren gerade die Choreographie und die Schrittfolge ein.“

Die Musiker - 48 Feldwebel und zwölf Wehrdienstleistende - seien hochmotiviert und hätten ihn sehr gut aufgenommen, freut sich Prchal, der die Nachfolge von Oberstleutnant Martin Kötter angetreten hat. Sein Vorgänger wechselte nach drei Jahren zum Luftwaffenmusikkorps 3 nach Münster.

Nach diversen Einsätzen als Zweiter Musikoffizier, unter anderem in Erfurt und Berlin, übernimmt Prchal nun erstmals die Leitung eines Bundeswehr-Orchesters. Dass er dafür mit seiner Frau und dem kleinen Lukas nach Garmisch-Partenkirchen umziehen musste, wertet er „als absoluten Glücksfall“. Zum einen genießt er den traumhaften Waxenstein-Blick beim Frühstücken - „was könnte es Schöneres geben?“ - und die Freizeitmöglichkeiten, zum anderen „ist es eben um das Gebirgsmusikkorps“.

Mit dem Ensemble, das den alpenländischen Raum repräsentiert und Alphörner genau wie Stubn-Musi und vieles mehr im Repertoire hat, widmet sich Prchal auch beim Festival „Garmisch-Partenkirchen, dem Werdenfelser Land und vielen Geschichten, die hier passiert sind“. Details will er noch nicht verraten, nur „dass wir auf lausbübische Weise alle Gewichte ins Feld werfen, um die Vorzüge des Marktes und seiner Natur auch für die Olympia-Bewerbung ins rechte Licht zu rücken“. Das Konzept für die Show zu entwerfen, sei sehr aufwändig gewesen. Aber schon jetzt ist der Baden-Württemberger überzeugt, dass der Wiedererkennungswert der einzelnen Teile beim Publikum groß ist. (tab)

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