Bärenstärke Leistung: Laura Dahlmeier feiert ihre WM-Goldmedaille in der Verfolgung. foto: dpa

WM-Gold mit Sekt gefeiert

Garmisch-Partenkirchen - Laura Dahlmeier befindet sich auf dem besten Weg, die Biathlon-Königin der Weltmeisterschaften in Oslo zu werden. Gestern gewann die 22-Jährige vom SC Partenkirchen Gold in der Verfolgung, nachdem sie am Samstag Bronze im Sprint geholt hatte.

Die Eltern Susi und Andreas Dahlmeier verfolgten den Erfolg ihrer Tochter zu Hause in Garmisch-Partenkirchen - ebenso wie SCP-Chef Michael Maurer - am Fernseher mit. „Wir haben’s zu dritt angeschaut und danach gleich zusammen mit einer Nachbarin eine Flasche Sekt aufgemacht“, sagt Susi Dahlmeier.

Bis zum späten Abend hatte sie noch keinen Kontakt zur neuen Weltmeisterin bekommen. „Wenn sie etwas Ruhe hat, wird sie bestimmt bei uns anrufen“, sagt sie. Bald können die Eltern ihre Gold-Laura in die Arme schließen. Sie fliegen am Mittwoch nach Oslo, um die restlichen Rennen live mitzuerleben. Überrascht zeigte sich Susi Dahlmeier davon, dass ihre Tochter zu solchen Leistungen fähig war, nachdem sie am vergangenen Montag nach einer Magenverstimmung „noch völlig blass bei uns zu Hause am Boden gesessen war“. Was ist jetzt noch möglich? An eine Medaillenflut denkt im Hause Dahlmeier niemand. „Wenn nichts mehr kommt, dann ist es auch nicht schlimm“, erklärt Susi Dahlmeier. Ein bisschen hofft sie aber schon auf einen Erfolg in der Staffel, „damit alle Mädchen etwas davon haben“.

Von einer „Sensation, die mich sehr freut“, spricht SCP-Präsident Michael Maurer. Für seinen Verein, „der ja ein nordischer Club ist“, sei Dahlmeiers Goldmedaille etwas ganz Besonderes. „Die gibt uns einen zusätzlichen Schub.“ Für ihn steht fest, dass es für die neue Weltmeisterin einen großen Empfang geben wird. „Am Montag werden wir darüber reden, wie der aussehen wird.“ Peter Reinbold

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