Zitterpartie für Arno Nunn

Oberammergau - Der 47-jährige Hauptkommissar will Bürgermeister in Oberammergau werden. Ob er aber überhaupt zur Wahl zugelassen wird, das steht noch in den Sternen: Von notwendigen 120 Unterstützungs-Unterschriften wurden bislang erst 46 für Nunn geleistet.

Oberammergau bricht ­ wieder einmal ­ alle Rekorde. Fünf Bürgermeisterkandidaten und neun Listen mit insgesamt 180 Bewerbern treten am 2. März zur Kommunalwahl an. Das geschätzte Wahlvolk hat eine Riesen-Auswahl. Indes: Bei den Kandidaten für den Chefsessel im Rathaus könnte es durchaus noch personelle Veränderungen geben.

Während Rolf Zigon (CSU), Heino Buchwieser (Fraktion "Mit Profil") und Florian Streibl von den "Gelben" sich auf bereits organisierte und im Gemeinderat vertretene Listen stützen können, benötigen Peter Eich und Arno Nunn, die mehr oder weniger als Einzelkämpfer antreten, jeweils insgesamt 120 Unterstützer-Unterschriften, um für die Wahl zugelassen zu werden. So sieht es die Wahlordnung vor. Dazu müssen wahlberechtigte Bürger persönlich ins Wahlamt (gegenüber dem Rathaus) kommen und dort ihre Unterschrift leisten.

Am Dienstag sah es so aus: Während Peter Eich mit 105 Unterschriften bereits kurz vor dem Ziel ist, muss Arno Nunn mit bisher 46 Eintragungen ernsthaft bangen. Dass es eine Zitterpartie wird, das sieht auch der 47-jährige Hauptkommissar so: "Ich habe viele Leute persönlich angesprochen, und viele positive Rückmeldungen erhalten. Es spielt halt manchmal die Bequemlichkeit eine gewisse Rolle, sich aufzuraffen, und tatsächlich hinzugehen." Es gehe gar nicht darum, "dass die Leute mich wählen sollen, sondern dass sie mir einfach die Möglichkeit geben, zu kandidieren".

Arno Nunn will vorab "die Flinte keineswegs ins Korn werfen" und gibt sich kämpferisch: "Noch sind die 120 Unterschriften zu schaffen". Rund 700 Flugblätter hat er in den letzten Tagen alleine ausgetragen: "Ich will zeigen, dass man mit wenig Mitteln, aber mit Ideen und Engagement viel erreichen kann." Bis kommenden Montag, 21. Januar, 12 Uhr, hat er noch Zeit, dann schließt die Unterstützungsliste. Nunn vertraut unter anderem darauf, dass das Wahlamt am morgigen Donnerstag bis 20 Uhr und auch am Samstag von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet hat.

Weitaus gelöster kann Mitbewerber Peter Eich dem Stichtag entgegenblicken: Mit 105 Unterschriften benötigt er nur noch 15 Eintragungen.

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