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Ein Hinweis auf die Landesausstellung steht in Oberau auf der Wiese, an der die B 23 in die B 2 mündet. 

Überregional gibt‘s keine Mangelerscheinungen

Zu wenig Werbung für die Landesausstellung: Jetzt soll der Landkreis nachbessern

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Die Bayerische Landesausstellung ist ein Großereignis. Omnipräsent durch Plakate und Banner aber ist sie in der Region nicht. Das fiel auch dem Haus der Bayerischen Geschichte auf und bat den Landkreis, gut drei Wochen nach dem Start, nachzubessern.

Garmisch-Partenkirchen – Das Thema überrascht Dr. Nikolaus Faulstroh nicht. Natürlich habe er auf einer seiner vielen Fahrten bemerkt, was so mancher Bürger kritisiert: Dass zum Teil zu wenig für die Bayerische Landesausstellung geworben wird. Erst kürzlich habe man in einer turnusmäßigen Sitzung mit dem Hauptveranstalter, dem Haus der Bayerischen Geschichte, genau über dieses Thema gesprochen. Was Faulstroh, Landkreis-Koordinator des Großereignisses, nicht erwähnt: Offenbar haben die Verantwortlichen aus Augsburg das Gespräch gesucht. Gut drei Wochen nach dem Start der Ausstellung sehe man werbungstechnisch vor Ort noch „Potenzial“, sagt Julian Traut, Sprecher im Haus der Bayerischen Geschichte.

Laut Vertrag kümmert sich das Landratsamt um Werbung in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen. Man habe im Vorfeld „sehr viel gemacht“, betont Sprecher Stephan Scharf. Dazu gehören Anzeigen in Medien, das Verteilen von tausenden Flyern und Programmheften auch im grenznahen Tirol, das Aufhängen von Plakaten und das Aufstellen von elf Holzwerbeschildern mit dem geschnitzten Motiv und dem Schriftzug der Landesausstellung an wichtigen Punkten wie am Ortseingang von Wallgau oder an der B2 in Spatzenhausen. Das aber reicht dem Haus der Bayerischen Geschichte nicht.

Budget von 200.000 Euro zur Hälfte bereits verbraucht

„Dass zu wenig passiert ist, will ich so nicht sagen.“ Dennoch zeigt sich Scharf selbstkritisch. Man habe die Prioritäten anders gesetzt „und die Wirkung der Holzschilder etwas überschätzt. So ein Riesenbanner ist da einfach auffälliger“. Deshalb werde man nachbessern, versichert auch Faulstroh. Er kündigt weitere Großbanner und Werbeschilder für die Region an. Auch das nahegelegene Außerfern hat er im Blick. Allerdings liege dies nicht im Zuständigkeitsbereich der Behörde. Sollte es das Budget von 200.000 Euro – etwa die Hälfte wurde laut Scharf bereits verbraucht – erlauben, will er auch dort noch offensiver werben. Ausdrücklich erinnert Faulstroh aber an die rechtlichen Vorgaben. Plakate außerorts aufzustellen, beispielsweise an viel befahrenen Bundesstraßen, dürfte zwar wirkungsvoll sein – „es ist aber leider verboten“.

Daran muss sich auch das Haus der Bayerischen Geschichte halten. Es ist für alle überregionalen Werbeaktivitäten zuständig. Dort sieht man aktuell keinen Handlungsbedarf. Man vertraue auf einen über Jahre bewährten Marketing-Mix und verschiedene Ebenen, sagt Traut.

Veranstalter setzt auf Radio-Werbung

Plakate und Großwerbeschilder bilden dabei eine Säule. In 20 Städten und wichtigen Tourismusorten, darunter Erding und Freising, Rosenheim, Trostberg, Berchtesgaden, Holzkirchen, Tegernsee sowie Memmingen, Füssen und Kempten, weisen sie auf die Landesausstellung hin. „So sind wir komplett im Südbayerischen Raum präsent, das ist uns wichtig“, betont Traut. Münchner werden zudem über das Fahrgast-Fernsehen in S- und U-Bahnen angesprochen.

Um potenzielle Gäste im ganzen Freistaat über die Landesausstellung zu informieren, setzt der Veranstalter auf Radio. Auf Antenne Bayern läuft ein Spot täglich bis zu viermal zwischen 17 und 21 Uhr. Hinzu kommen eine Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk sowie Anzeigen in bayern- und deutschlandweit publizierten Printmedien.

Natürlich werde auch das Team im Haus der Bayerischen Geschichte von Zeit zu Zeit prüfen, ob man die Strategie anpassen müsse, sagt Traut. Aktuell aber bestehe dafür keine Notwendigkeit – anders als in der Region.

Mit den bisherigen Besucherzahlen der Bayerischen Landesausstellung in Ettal sind die Veranstalter zufrieden. Das Ziel bleibt, am Ende eine sechsstellige Zahl zu präsentieren. „Da sind wir auf einem guten Weg“, unterstreicht Traut. Wollen die Beteiligten aber die 150 000-Besucher-Marke übertreffen, „müssen wir noch was tun. Muss der Landkreis noch etwas tun“.

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