Zukunft der Mittenwalder TSV-Halle ist wieder ein Thema

Mittenwald - Trotz kostspieliger Renovierung vor drei Jahren wird in Mittenwald wieder über die Zukunft des einzigen Veranstaltungsaals im Ort diskutiert.

Die TSV-Halle ist so etwas wie der gesellschaftliche Mittelpunkt von Mittenwald. Gerade in der touristischen Hochsaison findet im Saal des Sportvereins praktisch an jedem Wochenende eine andere Veranstaltung statt. Eine Alternative gibt es nicht, denn "schließlich ist die TSV-Halle, die einzige Räumlichkeit, wo große Feste, Konzerte oder Theateraufführungen Platz finden", betont Tourismusdirektor Klaus Ronge.

Dieser Verantwortung ist sich der TSV-Vorsitzende Georg Hornsteiner bewusst. Deshalb hat der Verein vor drei Jahren das über 80 Jahre alte Gebäude für rund 50 000 Euro komplett renoviert. "Jetzt ist alles in Top-Zustand", meint er. Man wolle sich ja nicht vorwerfen lassen, dass man einen heruntergekommen Saal vermiete. Das ist wahrlich nicht der Fall. "Die Halle hat ihren ganz eigenen Charme", meint Georg Hornsteiner. Nichts desto trotz weiß er aber auch, "dass wir natürlich nicht mit einem modernen Kurhaus mithalten können".

Trotzdem scheiterte 2000 der Versuch der Gemeinde unter dem damaligen Bürgermeister Hermann Salminger eben solch' eines zu bauen. Zu wenig repräsentativ und zu klein waren die Hauptargumente gegen die TSV-Halle, die aber über 80 Prozent der Mittenwalder nicht überzeugten. Per Bürgerentscheid verhinderten sie den Neubau.

Das Thema ist aber auch sechs Jahre später noch nicht abgehakt. Denn optimal ist die Situation nach wie vor nicht, findet Ronge: "In den kommenden Jahren werden wir uns da sicher Gedanken machen müssen." Damit will er aber in keinster Weise als Gegner der TSV-Halle verstanden fühlen. "Der Verein gibt sich viel Mühe, die Halle ist in einem guten Zustand." Doch zu einem Tourismus-Standort, der Mittenwald nun einmal ist, gehöre auch ein entsprechender Saal.

Bürgermeister Adolf Hornsteiner war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ronge will seinem Chef zwar nicht vorgreifen, ist aber überzeugt, dass sich über kurz oder lang der neue Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen wird. Davon geht auch Georg Hornsteiner aus, der um die Brisanz weiß. "Ich bin nicht weltfremd. Wenn es zur Sprache kommt, werden wir offen damit umgehen. Wir sind bereit für Gespräche."

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