Siegmund Fraccaro freut sich über den Verhandlungsfortschritt. Foto: land Tirol

Lawinen-Verbauung an der Marchklamm: Durchbruch

Mittenwald - Nach Jahren des Stillstands ist Bewegung in Sachen Lawinen-Verbauung an der Marchklamm gekommen. Die Verhandlungspartner einigten sich auf einen Finanzierungsschlüssel.

Die seit Jahren geplante Lawinen-Verbauung an der Marchklamm ist ein gutes Stück näher gerückt: Vor kurzem einigten sich die Verhandlungspartner bei einer Gesprächsrunde in Seefeld auf einen Zahlungsschlüssel - zunächst jedoch nur bei den Planungskosten. Die deutsche Seite übernimmt demnach 55 und die Österreicher 45 Prozent der anfallenden Summe. „Damit wurde der erste bedeutende Schritt zur Verwirklichung dieser wichtigen Schutzmaßnahme gemeinsam mit den Partnern gesetzt“, heißt es in einer Presse-Mitteilung der Tiroler Landesregierung. „Nun entsteht eine gewisse Dynamik“, betont Siegmund Fraccaro von der Landesstraßenverwaltung. Der Mann aus Innsbruck koordiniert seit zwei Jahren den Lawinenschutz an der Grenze Mittenwald-Scharnitz.

Lange hat Fraccaro mit Vertretern der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) und der Deutschen Bahn (DB) in puncto finanzieller Beteiligung gepokert. In Seefeld gelang jetzt der Durchbruch. Demzufolge übernehmen die bayerische Straßenbauverwaltung 31, die DB 24, die Landesstraßenverwaltung Tirol 28, die ÖBB sechs sowie die Seefelder Plateaugemeinden und der Tourismusverband Olympiaregion Seefeld elf Prozent der Planungskosten. Dank der Tiroler Anrainerkommunen, die einen Großteil des ÖBB-Pakets schultern, verliefen die Verhandlungen erfolgreich. Das, so Fraccaro spiegele das Interesse der ÖBB an dem Projekt wider. Er geht davon aus, dass spätestens 2016 mit dem Bau des 300 Meter langen Bahntunnels beziehungsweise der Bundesstraßen-Galerie am Fuße des Brunnsteins begonnen werden könne. Die Kosten werden auf zehn Millionen Euro taxiert. cs

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