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Lawinenschutz an der Marchklamm: Zurück zur Galerie

Mittenwald - Eigentlich war schon alles klar, nun ist wieder alles anders. Der Lawinenschutz an der Marchklamm am Grenzübergang Scharnitz wird wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Das grenzüberschreitende Großprojekt, das Behörden in Bayern und Tirol seit Jahren beschäftigt, wird derzeit völlig umgeplant. Im Gespräch ist nun wieder einen Galerie-Lösung, also eine tunnelähnliche Einhausung der Bundesstraße 2 sowie der Bahnstrecke, die wegen der Kosten bereits zu den Akten gelegt worden war. „Wir untersuchen diese Variante wieder“, bestätigt Johannes Riedel, der zuständige Abteilungsleiter beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim.

Grund sind umweltschutzrechtliche Bedenken und die Finanzen. Die Kostenschätzung für die bisherigen Pläne - rund 5,5 Millionen Euro, je zur Hälfte vom Freistaat Bayern und von Österreich zu zahlen - hat sich als unrealistisch herausgestellt.

Zuletzt hatten sich die Planungen wegen der Umweltverträglichkeitsprüfung in die Länge gezogen und wurden letztendlich aufgrund dessen über den Haufen geworfen. „Die Eingriffe in die Natur wären sehr groß gewesen“, sagt Riedel. Der von den Eingriffen betroffene Bereich ist FFH-Gebiet.

In Tirol wird die Naturschutzfrage nicht so problematisch gesehen. „Die hatten scheinbar keine Bedenken“, meint Riedel. (lxs)

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