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Lawinenverbauung Marchklamm: Baustart abhängig von Olympia

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Florian Streibl
hat viele Fragen in puncto Marchklamm. Foto: hut
Florian Streibl hat viele Fragen in puncto Marchklamm. Foto: hut

Mittenwald - Geredet wird schon lange, aber momentan weiß noch immer niemand, wann die Lawinenverbauung in der Marchklamm realisiert wird. Eine wichtige Rolle spielt die Olympia-Entscheidung für die Zukunft des Projekts...

„Die Gemeinden sollten Gas geben.“ Diese Empfehlung in puncto Lawinen-Verbauung an der Marchklamm (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) stammt vom ehemaligen Seefelder Bürgermeister Erwin Seelos. Gesagt hat er das im Februar 2003. Seitdem wurde viel diskutiert, doch passiert ist bis heute nichts. Und glaubt man dem bayerischen Innenministerium, wird das noch lange so bleiben. „Ein konkreter Zeitpunkt, wann mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann, ist nicht absehbar“, antwortetet das Ministerium auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Florian Streibl (Freie Wähler). Die Antworten aus München blieben vage.

Bei der Tiroler Landesstraßenverwaltung brütet derweil zuständige Sachgebietsleiter Siegmund Fraccaro über den Lawinenschutz an der Marchklamm. Die berüchtigte Rinne unterhalb des Brunnsteingipfels ist grenzüberschreitend. Gab’s zunächst ein politisches Ping-Pong-Spiel bezüglich der Kosten und wer daran beteiligt werden müsse, steht nun die Diskussion über die Art der Lawinenverbauung und die Anbindung der Bundesstraße auf der Agenda. Bekanntlich soll eine Galerie sowohl die Häuser am Nadelöhr sowie Bahnstrecke und B 2 schützen. Kostenpunkt laut Innenministerium: acht bis zehn Millionen Euro.

Die sollen nach zähen Verhandlungen auf Bayern, Tirol, die Deutsche Bahn (DB) und die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) aufgeteilt werden. „Positive Signale“ von der DB habe es bereits gegeben, teilt Fraccaro mit. Die ÖBB hingegen sträubt sich noch. Doch Eile ist bei dem Marchklamm-Projekt offenbar ja ohnehin nicht geboten. Laut Fraccaro wird es eine verbindliche Aussage hierzu ohnehin erst nach der Olympia-Entscheidung am 6. Juli in Durban geben.

Christof Schnürer

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