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Werbegemeinschaft startet Initiative

Lebendige Werkstätten in Partenkirchen geplant

Garmisch-Partenkirchen - "Partenkirchen erleben" geht mit einer neuen Erlebniswelt in die Offensive. Gesucht werden weitere Mitstreiter. Und mietbare Ladenflächen.

Der Anfang ist gemacht. Und das vielversprechend. Nun hofft die Werbegemeinschaft „Partenkirchen erleben“ auf weitere Unterstützer und vor allem viele neue Kollegen für ein besonderes Projekt. Am 30. Juli startet die Erlebniswelt „Lebendige Werkstätten: Partenkirchen“ mit 16 Betrieben in der Ludwig-, Bahnhof-, Haupt- und Jahnstraße und ihrer weiteren Umgebung. Die Idee: Jeden Tag können Besucher in einem anderen Haus den Mitarbeiter für ein paar Stunden über die Schulter schauen. Bis es los geht, soll sich die Liste der teilnehmenden Geschäfte und Künstler im besten Fall erweitern. „Es geht darum, mit allen Sinnen einzukaufen“, sagt Franz Kässer, Zweiter Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Wer einfach nur shoppen möchte, der werde in Garmisch fündig. In Partenkirchen gehe es darum, zu sehen, zu riechen, etwas zu erfahren und zu erleben. Etwa über die Herstellung von Schokolade oder Apotheken-Naturprodukten, ein Geigenbauer ist genauso dabei wie mehrere Künstler oder auch das Werdenfels Museum.

Die einzelnen offenen „Werkstätten“ hat Grafikerin Ulrike Wiesner in einem ersten Flyer und auf Plakaten zusammengestellt. Diese sind aber noch nicht für interessierte Besucher gedacht, sondern vielmehr für potenzielle Mitstreiter. Und damit sind nicht nur Betriebe gemeint. Es fehlt auch an freien Flächen, wie Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) sagt. Sie appelliert schon seit langem an die Hausbesitzer, aktiv zu werden. Einige hätten gar kein Interesse, ihre Läden zu vermieten. Weil ihnen ein Leerstand finanziell nicht besonders weh tut. „Trotzdem geht auf Dauer Wert verloren“ – auch, weil zum Beispiel die Ludwigstraße von Frequentierung lebt. Deshalb hoffen die Initiatoren, dass so manches leerstehendes Geschäft bis Juli noch von einem weiteren Werkstatt-Partner bezogen wird. Passende Betriebe und Handwerker in der Region – zum Beispiel Seifen- oder Hutmacher – sollen nochmals verstärkt kontaktiert werden. Bislang lag diese Aufgabe in den Händen von City-Managerin Jutta Liebmann. Sie scheidet nun aber, wie berichtet, aus.  Die Vorstellung der Initiative war sozusagen ihre letzte Amtshandlung. Künftig übernimmt Grafikerin Wiesner die Projektleitung im Auftrag der Gemeinde. Und auch Wirtschaftsförderer Oliver Steinbach ist Ansprechpartner für alle Interessierten. Dabei gilt weiterhin: Es geht nicht nur um die Ludwigstraße, sondern um ganz Partenkirchen. Zusammen soll am 30. Juli, an einem Samstag, dann ein Sommerfest zum Auftakt der neuen Erlebnisstraßen gefeiert werden. Mit möglichst vielen Partner auf der einen, und vielen Besuchern auf der der anderen Seite.

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