Freunde fürs Leben: (Foto links v. l.) Hubert Veit und Peter Hornsteiner (nach einer geglückter Bergrettung am „Fleischkeller“ 1952) bedeutet die Bergwacht viel. Nun erhielten die zwei die Ehrennadel in Gold des Deutschen Roten Kreuzes für 50 Jahre aktiven Dienst. Fotos: fkn

Lebensretter aus Leidenschaft

Mittenwald - Peter Hornsteiner und Hubert Veit wurden für 50 Jahre aktiven Bergwacht-Dienst ausgezeichnet - und erinnern sich an Zeiten ohne technische Hilfen.

Schwierige Rettungen ohne die Hilfe eines Hubschraubers, Ski-Rennen am Dammkar und der anstrengende Bau von Berghütten: Peter Hornsteiner (68) und Hubert Veit (70) haben in ihrer Zeit bei der Mittenwalder Bergwacht so einiges erlebt. Kein Wunder: Die beiden Freunde sind schon seit einem halben Jahrhundert dabei. Entsprechend besonderes war der Moment, als Erster Bereitschaftsleiter Heinz Pfeffer den beiden Kameraden die Goldene Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes überreicht hat.

„Das halbe Jahrhundert war eigentlich ganz schnell vorbei“, sind sich die zwei auch heute noch Aktiven einig. „Es war eine teils mühsame, aber auch befriedigende und vor allem eine Zeit, von der wir keine Stunde missen möchten.“ Wenn die Beiden von den Erlebnissen ihrer Einsätze erzählen, könnte man stundenlang zuhören; denn frühere Bergrettungen mit langen, schwierigen Auf- und Abstiegen und schwerem Gerät sind heute mit zunehmender Technik kaum noch vorstellbar. „Bergwachtbekleidung gab es damals auch noch nicht; Armbinde und ein Bergwachtzeichen waren unser ganzer Stolz“, erinnert sich Veit, der zusammen mit Hornsteiner im Jahr 1960 die Bergwachtprüfung ablegte.

Damals gab es noch die legendären Städte-Skirennen und Riesentorläufe im Dammkar, zu denen sich nicht selten Tausende von Skifahrern einfanden. „Unfälle mit zehn bis vierzehn Abtransporten an einem Tag waren da keine Seltenheit“, schildert Hornsteiner.

Die schwere Bedingungen waren der Hauptgrund dafür, dass die Bergwacht damals unter dem inzwischen gestorbenen Bereitschaftsleiter Franz Mannes Stützpunkte im Dammkar und am Kranzberg baute. „All diese Arbeiten wurden von den Bergwachtlern in Eigenregie erledigt und waren natürlich zusätzlich zu den Einsätzen auch für uns eine riesige Herausforderung.“

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