Wir sind gut auf solche Situationen schon vorbereitet. Schulamtsdirektor Markus Köpf
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Wir sind gut auf solche Situationen schon vorbereitet. Schulamtsdirektor Markus Köpf

Zwei Klassen müssen daheim bleiben

Lehrer an der Mittelschule Oberammergau mit Corona: Schüler in Quarantäne

  • Josef Hornsteiner
    vonJosef Hornsteiner
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An der Grund- und Mittelschule Oberammergau müssen zwei Klassen mit 39 Schüler ab sofort daheim bleiben: Ihr Lehrer hat Corona.

Oberammergau – An der Grund- und Mittelschule Oberammergau infizierte sich ein Lehrer mit Covid-19. Ein positives Testergebnis liegt dem Mann seit Mittwoch vor, berichtet das Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen. Bereits am Dienstag hat er sich testen lassen und war seither auch nicht mehr persönlich an der Schule tätig. Zuvor wurde die Lehrkraft bereits vom Gesundheitsamt Weilheim-Schongau als „KP1“ eingestuft – als eine Person, die enger als eineinhalb Meter zu einer infizierten Person in Kontakt stand. Er soll daraufhin auch Symptome gezeigt haben, teilt das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen dem Tagblatt mit.

Nun müssen alle Schüler, die von dem Lehrer noch vor seinem Test unterrichtet wurden, in Quarantäne. Noch am Mittwoch hat Schulleiterin Maria Hochenleitner die Eltern telefonisch von dieser Anordnung informiert.

39 Schüler aus der fünften und siebten Klasse von Quarantäne betroffen

Betroffen sind insgesamt 39 Kinder der Klassen fünf und sieben. Auch drei weitere Lehrkräfte der Mittelschule sind nach Hause geschickt worden, die mit der infizierten Person in Kontakt standen. Alle müssen sich nun in 14-tägige häusliche Quarantäne begeben. Sie werden ebenfalls zügig auf das Coronavirus getestet. Wann ein Ergebnis vorliegt, „kann nicht genau vorhergesagt werden“, erklärt Stephan Scharf, Sprecher des Landratsamtes. „Bei KP1-Testungen im Testzentrum liegt das Ergebnis spätestens nach 48 Stunden vor. Beim Hausarzt können wir keine Zeitangabe machen.“ Da könnte es mit einem Resultat länger dauern.

Wir sind gut auf solche Situationen schon vorbereitet.

Schulamtsdirektor Markus Köpf

Zwei Wochen lang findet für die Schüler jetzt ein „Distanz-Unterricht“ statt – sie werden daheim online unterrichtet. „Wir sind gut auf diese Situationen vorbereitet“, sagt Schulamtsdirektor Markus Köpf. Schon länger befasse man sich mit solchen Fällen, wenn sich Lehrer oder Schüler infizieren oder es doch wieder zum Lockdown kommen sollte. Die Schüler bekommen den Unterrichtsstoff täglich per E-Mail zugesandt. Auch Hausaufgaben gibt es nach wie vor. Die Lehrer kontrollieren diese täglich.

Eltern und Erziehungsberechtigte „werden nun zusätzlich vom Gesundheitsamt betreut“, erklärt Rektorin Hochenleitner in einer öffentlichen Mitteilung. Der angesetzte Wandertag am Donnerstag fand trotzdem statt – natürlich ohne die betroffenen Schüler. Das Landratsamt betont, dass auch alle anderen Schüler und Lehrer der Grund- und Mittelschule, die nicht in Quarantäne müssen, sich jederzeit freiwillig im Rahmen der bayerischen Teststrategie testen lassen können.

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