Bundesanwalt fordert Verurteilung Zschäpes als Mittäterin

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Eins der angestrebten Projekte: Im alten Finanzamt soll ein Zentrum für Senioren entstehen. 

Vermögen schlummert unangetastet auf einem Konto

Der Schlüssel zu den Leifheit-Millionen

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Garmisch-Partenkirchen - Nach vielen Überlegungen, ist eine Lösung in Sicht: Um den Willen des Ehepaars Leifheit zu erfüllen, gründet die Marktgemeinde eine gemeinnützige Gesellschaft. Das wurde nun in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. 

Ideen gibt es viele, Begehrlichkeiten auch, was mit den 57 Millionen Euro passieren soll. Noch schlummert das Geld auf einem Konto und darf nicht angetastet werden. Klar ist, dass dieses Geld im Sinne von Ingeborg und Günter Leifheit eingesetzt werden muss. Und zwar für Senioren und pflegebedürftige Menschen in ihrer Wahlheimat Garmisch-Partenkirchen. Den Willen des Ehepaars umzusetzen, ist eine hochkomplizierte Aufgabe. Eine, die nicht nur den Vertretern der Gemeinde rauchende Köpfe beschert. Bislang konnte der Markt noch keinen Cent aus diesem Sondertopf ausgeben.

Doch jetzt ist eine Lösung in Sicht: Der Gemeinderat hat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, eine gemeinnützige Gesellschaft zu gründen, die sich des Leifheit-Nachlasses annehmen soll. „Das ist unsere einzige Möglichkeit, um das Geld ausgeben zu können“, erklärt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Ihr Wunsch ist es, die Struktur bis September geschaffen zu haben. Um diesen ehrgeizigen Zeitplan zu erfüllen, wurde auch die Satzung der künftigen GmbH bereits vom Gemeinderat abgesegnet. Auch für die Ausschreibung des Geschäftsführerpostens gab’s grünes Licht. „Dafür brauchen wir die Unterstützung einer Personalvermittlung“, sagt Meierhofer. Mit deren Hilfe solle der Mann oder die Frau gefunden werden, die möglichst perfekt zum Anforderungsprofil der Gemeinde passt. „Wir haben nämlich sehr genaue Vorstellungen, was er oder sie mitbringen soll.“

Um außerdem auf der sicheren Seite zu sein, wird nun ein Seniorenkonzept erstellt. Auch das hat der Gemeinderat beschlossen. Der Auftrag geht an die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GbR in München, die ein solches Papier bereits auf Landkreis-Ebene erstellt hat. „Die Daten können verwendet werden, darauf wird dann aufgebaut“, verdeutlicht die Bürgermeisterin das Vorgehen. Hintergrund dieses Papiers ist auch, eine Rückversicherung zu haben, dass die Millionen im Sinn der Leifheits eingesetzt werden. Vor allem gegenüber der Stiftungsaufsicht in der Schweiz, die zunächst mit dem Vermächtnis der Leifheits betraut war, nachdem deren letzter Wohnsitz im Tessin war.

Parallel zu diesen Formalien laufen Gespräche über die verschiedenen Projekte, die aus dem Sondervermögen realisiert werden sollen. Neben einem Zentrum für Senioren im alten Finanzamt an der Von-Brug-Straße geht es bei den Terminen mit Vertretern des Wirtschafts- und Kultusministeriums um ein Bildungszentrum für Kranken-, Kinder- und Pflegeberufe. Auch das passt zu dem, was die Leifheits ihrer Wahlheimat bescheren wollten.

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