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Stehen hinter dem Literaturfest: (v.l.) Stephan Märkl , Pfarrer Gerhard Detzer und Autorin Julia Benkert.

Autorin Julia Benkert ist von der Region begeistert

Literaturfest im Zugspitzdorf: Der schönste Platz zum Lesen

Grainau - Das vierte Literaturfest in Grainau begeistert Zuhörer und Autoren. Alte Hasen und Nachwuchsschriftsteller stellten ihre Werke vor und inszenieren die Texte mit schauspielerischem Talent. Die Veranstalter hoffen auf eine weitere Auflage im nächsten Jahr.

Ich kann mir keinen schöneren Platz zum Lesen vorstellen als hier unterhalb der Zugspitze, in gefühlter Nähe zum höchsten Berg der Welt“, versicherte Autorin Julia Benkert ihrem Publikum. Mitgebracht hatte sie ihren ersten Roman „Das Flüstern des Himmels“, der in Nepal spielt. Gemeinsam mit dem Initiator Pfarrer Gerhard Detzer und Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) eröffnete die Münchner Dokumentarfilmerin – vielen bekannt aus der BR-Fernseh-Sendung „Lesezeichen“ – das vierte Literaturfest im Pfarrhof der Evangelisch-Lutherischen Erlöserkirche.

„Die Veranstaltung ist schon etwas Besonderes für unseren Ort und hat sich super etabliert“, sagte der Rathauschef. Er freue sich über die zahlreichen Besucher.

Bücher sieht Märkl als gute Möglichkeit, um zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. „Das wird Ihnen bei meinem Roman nicht so ganz gelingen“, kündigte Benkert mit einem Augenzwinkern an. Sie hatte nicht zu viel versprochen, denn mit ihren Lese-Proben zog sie die Zuhörer gehörig in ihren Bann. Die fiktive Geschichte der nepalesischen singenden Nonne, die auf einer wahren Begebenheit und realen Begegnungen basiert, lässt einen nicht los, geht unter die Haut. Nach der Lesung gab es Gelegenheit, das Buch zu kaufen.

Dies war auch beim Kinderbuch „Juni im Blauen Land“ möglich, das Autor Jörg Steinleitner und seine zwölfjährige Tochter Jona (Co-Autorin und für die richtige Kindersprache zuständig) präsentierten. Sie lasen die „Bullerbü“- Geschichten, die am Riegsee spielen, mit schauspielerischem Talent. Umrahmt von Akkordeonmusik, Gesang, Einblendung der Buch-Illustrationen und mit Detektivgewinnspiel war die Darbietung absolut kurzweilig. Auch Erwachsene fühlten sich angesprochen. Der achtjährige Jakob konnte als stolzer Gewinner ein Poster mit nach Hause nehmen.

Weiteres Lesevergnügen gab es am Nachmittag. Die bekannten Schriftsteller und Lyriker Christel und Armin Steigenberger traten auf. Stefan Mühldorfer hatte seinen Debütroman mitgebracht.

Pfarrer Detzer hatte heuer wieder ein gutes Gespür bei der Auswahl der Literaten bewiesen. Auch die Jungautoren fanden große Beachtung. In den Pausen waren es Querflötistin Marie Avelase und Felix Wünsch auf dem Cello, die mit wunderschönen Klängen unterhielten. „Ein gelungenes, ganz besonderes Fest mit interessanten Begegnungen und Anregungen“, befand Gemeinderat Robert Allmann (SPD). Nicht nur er hofft auf ein weiteres Literaturfest zu Beginn der Sommerferien 2017.

Margot Schäfer

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