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Schöne Geste: Aaron Berzel überreicht Kathrina Maurer ein von allen Spielern signiertes Trikot.

Leiden mit den Löwen - für eine Garmisch-Partenkirchnerin hat dieser Satz jetzt eine doppelte Bedeutung bekommen

„Kopfschuss“ im Stadion

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Von den Münchner Löwen ist Kathrina alles gewohnt - so ein Erlebnis aber hatte sie noch nie . . .

Garmisch-Partenkirchen – Eines ist in Stein gemeißelt: Als Löwen-Fan musst du über großes Leidenspotenzial verfügen. Der Absturz in die Regionalliga nach der vergangenen Saison bedeutete für die Blauen einen erneuten Stich ins Herz. Auch für Kathrina Maurer aus Garmisch-Partenkirchen, glühende Verehrerin der Sechziger seit dem zwölften Lebensjahr. Doch auch sie hat längst das Credo des Münchner Kult-Clubs verinnerlicht: Einmal Löwe, immer Löwe.

Leiden mit ihrem Verein – das hatte für die 34-Jährige jüngst jedoch eine ganz besondere Bedeutung. Da „Kati“ seit vielen Jahren eine Dauerkarte hat und fast alle Heim- und Auswärtsspiele der Löwen besucht, war sie natürlich auch im Grünwalder Stadion, als 1860 auf Greuther Fürth II traf. Und da passierte dieses Malheur, an das sie wohl noch lange denken wird. 

Etwa eine Viertelstunde vor Spielbeginn wärmten sich die Spieler von 60 wie immer vor der Westkurve auf. Maurer stand mit anderen Fans auf der Tribüne, freute sich auf die Partie. Plötzlich, wie vom Blitz getroffen, spürte sie einen heftigen Schlag am Ohr, „und mir hat’s die Füße weggezogen“. Ein Spieler, vermutlich Aaron Berzel, hatte auf das Tor gezielt, dieses verfehlt, aber dafür die Garmisch-Partenkirchnerin voll am Kopf getroffen. Nach ein paar Minuten war „ich wieder einigermaßen klar in der Birne“, blickt sie zurück.

Nach dem Spiel aber, auf dem Heimweg, spürte der Edelfan ein zunehmendes Unwohlsein, und begab sich „sicherheitshalber“ in die Notaufnahme des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. Dort wurde eine Gehirnerschütterung festgestellt. Da der Ball vor allem das Ohr voll getroffen hatte, war Kathrina Maurer die Tage danach von einem erheblichen Schwindelgefühl und starken Schmerzen geplagt. Sie musste drei Tage lang im Krankenhaus bleiben und war danach zwei Wochen krankgeschrieben.

Der Vorfall machte natürlich die Runde in Maurers Bekanntenkreis, auch die Geschäftsstelle von 1860 meldete sich. Und reagierte mit einer netten Geste: Als kleine Entschädigung überreichte ihr der vermeintliche Schütze Aaron Berzel, als Kati wieder einigermaßen auf dem Damm war, ein Trikot mit allen Spieler-Unterschriften. Die Löwen, sie können offenbar auch Freude schenken . . .

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