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Keine Möglichkeit zu wenden, gibt’s im Gewerbegebiet in den Loisachauen. Die Idee, diese an Stelle des Obdachlosenheims einzurichten, wurde verworfen. 

Bauausschuss entscheidet

Loisachauen: Kein Wendehammer fürs Gewerbegebiet

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Der neue Bebauungsplan für das Gewerbegebiet in den Loisachauen beschäftigte den Garmisch-Partenkirchner Bauausschuss schon häufig. Jetzt ging’s unter anderem darum, wie Lkw die Betriebe erreichen. Für sie besteht nur eine Zufahrtsmöglichkeit. Und dabei bleibt’s wohl auch.

Garmisch-Partenkirchen – Die Zufahrt ist nicht optimal. Vor allem große Lkw haben es schwer im Garmisch-Partenkirchner Gewerbegebiet in den Loisachauen. Erreichen können sie es nur von Süden kommend über die B 23. Die Bahnunterführung an der nördlichen Einfahrt ist für sie schlichtweg nicht passierbar. Somit sind stets Wendemanöver auf den Grundstücken der etwa 20 Gewerbetreibenden angesagt. Eine ungute Situation, die auch bei der aktuell laufenden Aufstellung des Bebauungsplans zur Sprache kam. „Die Anlieger befürchten Probleme“, bestätigte Diplom-Ingenieur Frank Müller-Diesing, der den Plan für das 77 600 Quadratmeter große Areal mit seinem Büro in Altenstadt erstellt hatte. Deshalb fand die Variante, auf Gemeindegrund Abhilfe zu schaffen, bei den Betroffenen durchaus Anklang. Im Bauausschuss gab’s gerade dafür keine Mehrheit. Mit 6:5-Stimmen lehnten die Kommunalpolitiker diesen Vorschlag ab.

Vorgesehen war der Wendehammer auf dem Areal, auf dem das Obdachlosenheim steht. Nachdem dieses Gebäude schon lange nicht mehr den Anforderungen entspricht und der Gemeinderat der Verwaltung den Auftrag erteilt hat, einen alternativen Standort zu finden, sah Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) darin kein Problem. „Erst wenn es dafür eine Lösung gibt, können wir die Wendemöglichkeit realisieren.“ Deshalb plädierte sie dafür, das Ganze in der Planung zu berücksichtigen. „Damit vergeben wir uns nichts.“ Das sahen jedoch sechs der elf Mitglieder anders und sprachen sich dagegen aus. Für Florian Hilleprandt (CSB) war Meierhofers Weg der falsche: „Ich bin dagegen, das Obdachlosenasyl zu überplanen.“

Nachdem sich das Gremium ihm angeschlossen hatte, musste ein zweiter Beschluss gefasst werden. Darauf machte Bauamtsleiter Jörg Hahn aufmerksam. „Im gleichen Zug muss man die Ausweichschleife über die Waage auf dem Gelände der Firma Spichtinger ausschließen.“ Das geschah prompt – und zwar einstimmig.

Ein weiteres Problem auf der Straße durchs Gewerbegebiet sind die zahlreichen abgestellten Lkw-Anhänger. Nicht nur hiesige, sondern auch auswärtige Firmen machen davon Hahn zufolge Gebrauch. Für Alois Maderspacher (CSU) wird es daher höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen: „Das kann man doch regeln.“

Um die Burgrainer, deren Häuser ans Gewerbegebiet angrenzen, zu entlasten, stand ein drei Meter hoher Sichtschutz im Raum. Vorgeschrieben sei dieser nicht, informierte Müller-Diesing. „Somit wäre er eine freiwillige Leistung des Marktes, die 400 000 Euro plus X kosten würde“, verdeutlichte Meierhofer das Dilemma. Nachdem das entsprechende Gutachten, in dessen Zug verschiedene Schallschutzmaßnahmen an der Loisachstraße untersucht worden waren, keinen Handlungsbedarf ergab, erteilten die Ausschussmitglieder dem Sichtschutz eine Absage.

Die Beschlüsse und weiteren Stellungnahmen, die nach der öffentlichen Auslegung eingegangen waren, fließen nun in die Unterlagen ein. Dazu kommt, dass Rathaus-Sprecher Martin Bader zufolge weitere Gutachten eingeholt werden müssen. Ist das geschehen, „wird das Ganze noch einmal im Bauausschuss behandelt“. Somit dauert’s noch, bis der neue Bebauungsplan für das Gewerbegebiet in den Loisachauen steht.

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