So soll’s mal aussehen: das geplante Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel in Mittenwald. Grafik: Marktgemeinde Mittenwald

Luxushotel: Statt 242 Betten werden's nun 300

Mittenwald - Die Kapazitäten der geplanten Vier- bis Fünf-Sterne-Herberge in Mittenwald werden erhöht. Dem stimmte am der Marktgemeinderat einhellig zu.

Mehr Zimmer, mehr Betten - doch der gehobene Standard soll gewahrt bleiben. Das ist die klare Botschaft der Berliner Investoren beim geplanten Hotelvorhaben an die Marktgemeinde Mittenwald.

Diese hatte im Dezember der federführenden ID Projektentwicklungs GmbH die dafür notwendige 1,1 Hektar große Fläche zwischen Bahnhof- und Dammkarstraße zur Verfügung gestellt. Gesetzt dem Falle, die aktuell laufende Normenkontrollklage einiger Anwohner gegen das geplante 45-Millionen-Projekt scheitert, tritt der dafür geschlossene Vertrag in Kraft. Dann wird auch ein stattlicher Betrag - im Raum steht eine Summe von über vier Millionen Euro - in die Gemeindekasse fließen.

Doch damit der Luxustempel in zentraler Lage - sofern er überhaupt realisiert werden kann - auch wirtschaftlich funktioniert, sollen nach entsprechender Marktuntersuchung und Experten-Gutachten die Kapazitäten des Hotels erweitert werden. Soll heißen: Statt ursprünglich 242 Betten sind nun maximal 300 geplant. Zudem wird die Anzahl der Zimmer von 121 auf maximal 150 aufgestockt.

Der Marktgemeinderat segnete die dafür notwendige Modifizierung des zugrundeliegenden Bebauungsplans mit 18:0 Stimmen ab. Die Volksvertreter knüpften das allerdings an einige Bedingungen: So soll zum einen das Maß der Nutzung gleich bleiben. Das bedeutet: Das Hotel wird weder höhen- noch flächenmäßig größer. Zum anderen legen die Volksvertreter Wert darauf, dass durch die somit kleiner werdenden Zimmer und Suiten der Qualitätsstandard eines mindestens Vier-Sterne-Hauses gewahrt bleibt.

„Sonst macht dieses Projekt den bestehenden Hotels im Ort Konkurrenz“, mahnte Gemeinderat Dr. Hasso von Zychlinski (Freie Wähler). Und das wolle keiner. Bei Zimmergrößen von dann 28 bis 29 Quadratmetern werde der Nobelcharakter des Gebäudes „zweifelsfrei eingehalten“, beschwichtigte Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU). Das allerdings bezweifelte Rudi Rauch (SPD). Für den Sozialdemokraten hat eine Verkleinerung der Zimmer sehr wohl auch einen Qualitätsverlust zur Folge. Dem entgegnete sein Kollege Stefan Schmitz von der Bürgervereinigung, dass zwischen den Anforderungen eines Vier- und Fünf-Sterne-Hotels „nicht viel Unterschied“ sei.

Wichtig war sowohl der Verwaltung als auch dem Kommunalparlament, dass durch die Novellierung keine zusätzliche Belastung für die ohnehin eher kritisch eingestellten Nachbarschaft entsteht. Marktbaumeister Ralf Bues betonte in seinem Vortrag, dass laut Expertise weder mit einer gesteigerten Verkehrs- noch mit einer Lärmbelästigung zu rechnen sei.

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