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Die Initiatoren des Symposiums: Dirigent Sepp Felix (l.) und der damalige Bürgermeister Eberhard Steiner. 

Veranstaltung an Fronleichnam geplant

Malwettbewerb statt Holzbildhauer-Symposium

Bad Bayersoien - Das Ende für das Holzbildhauer-Symposium in Bad Bayersoien ist gekommen. Aus finanziellen Gründen findet die Veranstaltung nicht mehr statt. Als Ersatz gibt's einen Malwettbewerb. 

Dreimal war man im Ammertal jeweils im Sommer das Mekka für Freunde der Holzschnitzkunst gewesen: 2007, 2009 und 2012 lockte das mehrtägige Holzbildhauer-Symposium Künstler, Einheimische und Urlauber nach Bad Bayersoien. Initiiert worden war es vom damaligen Bürgermeister Eberhard Steiner und Blasmusik-Leiter Sepp Felix. Doch damit ist jetzt Schluss: Die Veranstaltung wird nicht fortgesetzt. Dafür aber gibt es im kommenden Jahr einen großen Malwettbewerb. Titel: „Bad Bayersoien in seinen schönsten Farben.“

Der Gemeinderat segnete nun die Idee von Bürgermeisterin Gisela Kieweg ab. Die Aktion mit Live-Schnitzen in der Brandstatt bezeichnet Kieweg zwar als „gelungene Veranstaltung, die sehr angenommen wurde“, dennoch wird sie nun gekippt. Die Rathauschefin führt dafür finanzielle Gründe ins Feld. Als grenzübergreifendes Symposium mit der Schnitzsschule im Tiroler Elbigenalp gab es bislang Zuschüsse. Doch Kieweg musste nach einer Nachfrage beim Euregio-Programm erfahren, dass es mit der Zuwendung schwierig wird. „Die Zusammenarbeit muss langfristig sein.“ Was sie aber nicht unbedingt wollte. 2016 ein guter Zeitpunkt, „etwas Neues auszuprobieren“, sagt Kieweg.

Nun soll also gemalt werden. Die Rathauschefin denkt an eine Aktion, zu der sechs bis acht Künstler aus der Region, aber auch von Kunsthochschule nach Soien eingeladen werden. Die Kreativen sollen in eigens aufgestellten Pavillons live wirken. Klar, dass Bayersoien als Motiv vorgeschrieben wird. Kieweg plant begleitend Veranstaltungen in der Brandstatt, von Musik bis Kultur. „Vielleicht machen wir einen kleinen Handwerkermarkt.“

Ein Termin steht bereits fest: Fronleichnam, 26. Mai, bis Samstag, 28. Mai. Drei Tage, die „ein nettes kleines Fest“ werden sollen. Bei schlechtem Wetter könnte die Veranstaltung in den Dorfstadel verlegt werden. Künstlerisch lohnt es sich für den Kurort auch, betont die Rathauschefin. Schließlich gehörten die Gemälde danach der Gemeinde und sollen im heimischen Museum ausgestellt werden.

Die Schnitz-Alternative war zuvor Thema im Kurausschuss gewesen. Diskutiert wurden auch weitere Ideen, von einem Nordic-Walking-Tag über eine größere Musikveranstaltung hin zu Handwerker-Aktionen. Am Ende machte der Malwettbewerb das Rennen. Geld steht bereits zur Verfügung: Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dafür 10.000 Euro in den nächsten Haushalt einzustellen. Man sucht aber noch nach Fördertöpfen.

Andreas Baar

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