Mann schlägt Frau: 3500 Euro Strafe

Garmisch-Partenkirchen - Sie kratzte, er schlug - und beide beleidigten sich gegenseitig. Doch wer angefangen hatte, konnte auch nicht vor dem Garmisch-Partenkirchner Amtsgericht geklärt werden.

Vor Richter Michael Rothärmel stand nun ein 45-jähriger Gastro-Bediensteter, angeklagt der vorsätzlichen Körperverletzung an einer 23-jährigen Frau. Die Tat soll er in den frühen Morgenstunden eines Juli-Tages vor einem Lokal am Rathausplatz begangen haben. Der Mann bestritt zwar sämtliche Vorwürfe, wurde aufgrund der Zeugenaussagen von zwei Frauen aber zu einer Geldstrafe von 3500 Euro verdonnert.

Der Mann habe die Frau früh morgens gegen 5.15 Uhr vor dem Lokal höchst brutal behandelt, erklärte Staatsanwältin Nesrin Dever in der Anklage: „Er packte sie an den Haaren, warf sie zu Boden, schlug und trat sie.“ Unter anderem habe sie dabei eine Gehirnerschütterung erlitten. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe und konnte sich nur dran erinnern, dass die Frau ihn als „Schwulen und Hurensohn“ bezeichnet habe. Außerdem habe sie ihm das Gesicht zerkratzt und das Hemd zerrissen. Sein 23-jähriges höchst temperamentvolles Opfer hingegen sagte, dass er sie mit „Schlampe“ gekränkt habe: „Ich beleidigte dann zurück und fragte ihn, ob er jetzt eine Frau schlagen wolle, daraufhin schlug er auf mich ein“, sagte sie.

Die Zeuginnen bestätigten den brutalen Vorfall, weshalb der Richter die Schuld des Angeklagten als erwiesen ansah. Er verurteilte den Mann. (wk)

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