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Zwei aus dem Gau für den Gau: Gerd Rubenbauer präsentiert die beiden Doppel-Olympiasiegerinnen Maria Höfl-Riesch (l.) und Magdalena Neuner. Sie helfen mit, jugendliche Skisportler finanziell zu unterstützen.

Höfl-Riesch und Neuner engagieren sich für die "Skifamilie"

Garmisch-Partenkirchen - Magdalena Neuner und Maria Höfl-Riesch setzen sich für eine neue Form der Nachwuchsförderung in der Region ein: die "Skifamilie". Dabei engagieren sich die zwei Stars nicht nur ideell, sondern auch finanziell.

Eine gute Idee steht im Mittelpunkt der Pressekonferenz im Gasthaus am Mohrenplatz, ein Projekt, das dafür sorgen soll, dass weiterhin großartige Sportler in der Region heranwachsen. Die Verantwortlichen des Skigaus Werdenfels haben es die „Skifamilie“ getauft. Eine Art Stiftung zur Förderung auserwählter Nachwuchssportler aus dem Skigau für die ersten drei Jahre im Jugendbereich. „Der Anstoß kam von Georg Fink“, betont Gau-Chef Dopfer. „Bei ihm sind jedes Jahr wieder Anfragen von jungen Sportlern für Kopfsponsoring gelandet.“

Das Problem der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen und ihres Vorstandsvorsitzenden, die seit vielen Jahren als Partner auch den Skigau finanziell unterstützt: Wen fördern, wen nicht? „Wir wollten durchaus aufstocken“, sagt Fink. Denn der Sport in der Region liegt dem Geldinstitut am Herzen. „Wir haben so viele Super-Sportler hier. Denen braucht man irgendwann nicht mehr zu helfen. Aber es gibt auch viele, die sich den Aufwand für Reisen oder Material nicht mehr leisten können und dann finanziell verhungern“, weiß Fink.

Genau in diesem Bereich will nun die „Skifamilie“ den Jugendlichen helfen. Unter einer Voraussetzung: „Uns ist es wichtig, dass derjenige auch einen guten Schüler oder Azubi abgibt“, stellt Dopfer klar. Nur wer Schule und Sport ernst nimmt, der rückt in den Fokus der „Skifamilie“. Ein Punkt, der auch für Maria Höfl-Riesch wichtig ist. „Ich kenn’ das Thema ja aus meiner eigenen Zeit: Als 15- oder 16-Jähriger geht man lieber zum Skifahren als in die Schule.“ Inzwischen sieht sie die Angelegenheit aus einer anderen Perspektive: „Es macht wirklich Sinn, die Schule fertig zu machen."

Das Projekt „Skifamilie“ finden beiden Galionsfiguren des Gaus eine „Super-Sache“ (Höfl-Riesch). „Ich hatte das große Glück, dass ich keine Probleme hatte, aber bei vielen läuft das nicht so einfach“, sagt die 27-Jährige vom SC Partenkirchen. Neuner kam ebenfalls in jungen Jahren schon in den Genuss von Geldgebern, die ihr Talent erkannten und förderten. „Das war total wichtig, dass es Leute gab, die mich unterstützt haben, sonst hätte ich nicht so eine Karriere gemacht.“ Mit dem neuen Projekt könne vielen Familien ein wenig geholfen werden.

Um die Idee zu verwirklichen, musste freilich ein finanzieller Grundstock her. Und in dieser Frage ließen sich Neuner und Höfl-Riesch nicht lange bitten. Beide sagten wie die Kreissparkasse und die Schädel-Dantscher-Stiftung, bei der Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) und Fink im Vorstand sitzen, ihre Unterstützung spontan gleich für drei Jahre zu. Eine gut fünfstellige Summe steht ab Herbst zur Verfügung. „Wir wollen rund 15 Sportler fördern“, betont der Skigau-Vorsitzende. Die Summe liege sicher um die 1000 Euro.

Ob es in Zukunft mehr wird, liegt an der Entwicklung der „Skifamilie“. Die ist offen für weitere Gönner. Und Dopfer hofft, dass dem Vorbild Höfl-Riesch und Neuner auch in diesem Fall viele nacheifern werden.

Christian Fellner

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