Mehr Einfluss für Deutschland

Marshall-Center: Vertrag soll in diesem Jahr stehen

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Garmisch-Partenkirchen - Energisch hat sich hat Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer für das Marshall-Center eingesetzt. Das dürfte ihr gelungen sein. Doch es dauert, bin so ein Vertrag steht. 

Hochkarätige Diplomaten, Regierungsvertreter und Militärs aus mehr als 150 Ländern haben eines gemeinsam: Sie kennen Garmisch-Partenkirchen. Im George-C.-Marshall-Center diskutieren sie über sicherheitspolitische Fragen, ihre Freizeit bei Lehrgängen oder Konferenzen nutzen sie, um die Schönheiten der Region zu erkunden. Seit 1993 besteht die deutsch-amerikanische Einrichtung, die Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) zufolge „ein bedeutender Arbeitgeber und wichtig für die Wirtschaftskraft im Ort ist“. Zudem sei das Marshall-Center, das mit der Universität der Bundeswehr in München kooperiert und einen Master-Studiengang in International Security Studies anbietet, der einzige weiterführende Bildungsstandort in der Marktgemeinde.

Kein Wunder, dass Meierhofer alle Hebel in Bewegung setzte, um die drohende Schließung abzuwenden. Das gelang bereits im vergangenen Herbst Was aber bisher misslang, ist die Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung zwischen den deutschen und amerikanischen Behörden. „Der Wille ist da“, unterstreicht Pressesprecher Hauptfeldwebel Mark Winkler. Nachdem das Papier, das die künftige Zusammenarbeit regelt, in beiden Sprachen passen und sämtliche Ministerien beider Staaten durchlaufen muss, funktioniere der Abschluss nicht von heute auf morgen. Aktuell hakt’s an einem Passus, der noch überarbeitet werden muss. „Wir rechnen aber damit, dass der Vertrag noch in diesem Jahr unterschrieben wird“, sagt Winkler.

Das Bestreben, das Marshall-Center in Garmisch-Partenkirchen zu halten, ist jedenfalls groß. Zudem wollen die Vertreter der Bundesrepublik, die derzeit über einen Anteil von 11,5 Prozent verfügt, ihren Einfluss deutlich steigern. Ziel sei es, erklärt Winkler, „auf 25 bis 30 Prozent aufzustocken“. Auch, um mehr Mitspracherecht zu haben.

Am Nutzen der Einrichtung zweifelt freilich niemand. „Wir sind am Puls der Länderregierungen“, betont der Sprecher. Der Austausch zwischen Nationen, die oft vor nicht allzu langer Zeit noch heftige Konflikte ausfochten, prägt das Miteinander. Und das kommt an: „Wir erhalten von den Teilnehmern und von ihren Regierungen nur positive Rückmeldungen."

Rubriklistenbild: © dpa

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