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Tourismus im Ammertal

"Masterplan" für die Hörnle-Bahn

Bad Kohlgrub - Es ist ein riesiges Projekt für das kleine Ammertal-Dorf. Doch Bad Kohlgrub will die Hörnle-Bahn modernisieren. Bis zum Herbst soll ein Konzept vorliegen.

Die Idee, die Hörnle-Bahn durch eine moderne Kabinen-Anlage zu ersetzen, nimmt in Bad Kohlgrub immer mehr Gestalt an. Inzwischen gab es die ersten Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern, wie Betriebsleiter und Geschäftsführer Michael Hibler erzählt. „Die Reaktionen waren durchwegs positiv und keinesfalls ablehnend.“ Aber: „Die Leute konnten sich nicht viel unter unseren Plänen vorstellen.“ Genau deshalb hat die Gemeinde inzwischen einen „Masterplan“ für rund 40 000 Euro bei einem auf Seilbahnen spezialisierten Ingenieurbüro in Absam in Auftrag gegeben.

„Er enthält ein Konzept, wie es zukünftig unten an der Talstation und oben am Berg aussehen soll“, erklärt Bürgermeister Karl-Heinz Reichert. Des weiteren werden Fragen wie „Was springt finanziell für uns als Gemeinde raus?“ und „Was verträgt der Berg?“ beantwortet. Der Masterplan könne dann auch sämtlichen Genehmigungsbehörden vorgelegt sowie dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage dienen, „weil man sich dann alles bildlich vorstellen kann und auch einen realistischen Eindruck von der Größenordnung bekommt“, erklärte der Rathauschef die Herangeehensweise. Er geht davon aus, dass der Plan bis Mitte oder Ende September fertig ist. „Dann werden wir als allererstes noch einmal mit allen Betroffenen sprechen.“ Dabei hätten die Grundstückseigentümer Priorität: „Denn ohne die geht nichts“.

Das Gemeinde-Oberhaupt hofft, den Masterplan noch heuer dem Gemeinderat präsentieren zu können. Das beauftragte Architekturbüro „Klenkhart & Partner“ sieht laut Hibler großes Potenzial in der angestrebten, neuen Bahn. Nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für die Ammergauer Alpen und und das ganze Oberland. „Wir haben aber nicht vor, anderen Bahnen in der Region Konkurrenz zu machen“, betont der Betriebsleiter. „Wir verfügen auf dem Hörnle über ein optimales Wandergebiet mit einem Höhenunterschied von maximal 150 Metern. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und spricht vor allem für die Nutzung als Aussichtsberg mit einmaligem Panorama.“

Familien mit Kindern, Kurgäste und Rentner sollen auch künftig das Hauptklientel darstellen. Bislang können Menschen mit Behinderung und Hunde nicht auf den Berg transportiert werden – das soll sich ändern. So komfortabel wie möglich. „Deshalb wollen wir die zusätzliche Wirtschaft auf dem Berg auch barrierefrei gestalten“, verrät Hibler einen weiteren Plan. Er erhofft sich von einer neuen Gondel-Bahn zudem eine Steigerung der Fahrgastzahlen um 25 bis 33 Prozent. „Wenn die Passagiere im Trockenen hoch- und runterfahren können, starten sie diese Unternehmung sicher auch bei zweifelhaftem Wetter“, fügt Reichert hinzu.

Michaela Feldmann

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