Baukran wackelt nach Sturm bedenklich! Polizei sperrt Bereich großräumig ab

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Die Gipfelstraße: Auf wunderbar neuem Belag rollen die Fahrzeuge Richtung Schlosshotel Elmau.

Das Gipfeltreffen und seine Folgen

Ein weiteres G7-Wunder

Krün - Das Gipfeltreffen 2015 in Schloss Elmau hat Krün noch eine unerwartet hohe Einnahme beschert. Knapp 160 000 Euro verdiente man mit der Mautstraße. 

Selbst im Nachhinein wirkt der G7-Gipfel noch einmal Wunder. Flossen bereits im Vorfeld völlig unbürokratisch Staatszuschüsse im Überfluss – unter anderem für den Klaiser Bahnhof, das Krüner Rathaus oder die Feuerwehr – so gab’s nun einen weiteren, völlig unerwarteten Geldsegen für die Gemeinde.

Bürgermeister Thomas Schwarzenberger jedenfalls staunte nicht schlecht, als er vor einigen Tagen das Jahresergebnis für die Mautstraße Klais-Elmau studierte. „Da war ich schon ein bisserl überrascht.“ Und das will bei einem G7-erprobten Rathauschef etwas heißen. Ausgerechnet in diesem absoluten Ausnahmejahr, in dem es auf der sieben Kilometer langen Strecke nur so wimmelte vor Bau- und Polizei-Fahrzeugen erzielte man in Sachen Maut ein Rekordergebnis. 159 583 Euro flossen 2015 in die Kasse der Straßengemeinschaft Klais-Elmau GbR. Diese setzt sich zu fünf Neuntel aus den Staatsforsten, zu zwei Neuntel aus Schloss Elmau und zu jeweils einem Neuntel aus dem Hotel Kranzbach und der Gemeinde Krün zusammen. Wobei sich letztere federführend um die wirtschaftliche Abwicklung und den Unterhalt der Mautstraße kümmert.

Das Ergebnis 2015 ist umso verblüffender, da im Mai und Juni – sozusagen in der heißen Gipfel-Phase – überhaupt keine Gebühren erhoben wurden. Mit anderen Worten: Im Vorjahr verdiente die Straßengemeinschaft in zehn Monaten deutlich mehr (159 583 Euro) als in vergleichbaren Zeiten (2012 und 2013 jeweils 138 000 Euro). „Dabei glaubten wir, dass durch G7 so ein Loch in die Kasse gerissen wird, dass alle Rücklagen aufgefressen werden“, verdeutlicht Schwarzenberger. Nun darf er sich statt Ebbe im Geldsäckel über 15 000 Euro freuen. Bislang betrugen die Reserven 10 000 Euro. Auch diese Summe ist erstaunlich, da im G7-Vorbereitungsjahr 2014 (Einnahmen 95 000 Euro) in den urlauberstarken Sommermonaten Juli, August und September komplett auf die Maut verzichtet wurde.

Doch warum sind die Einnahmen trotz zweimonatigen Gebührenverzichts 2015 derart gestiegen, standen an Spitzentagen Einnahmen von 2000 Euro zu Buche, pendelten bis zu 1000 Fahrzeuge durchs Elmauer Tal? „Da gab’s sicherlich einige Neugierige“, vermutet Schwarzenberger. Also Leute, die schnell mal sehen wollten, wo die prominenten Staats- und Regierungschefs am 5./6. Juni 2015 logierten, und dafür vier Euro Maut investierten. Und dann spülte sicherlich auch die darauffolgende sechswöchige BMW-Präsentation in Elmau kräftig Geld in die Kasse.

Unterm Strich kann konstatiert werden: Die mit Landesmitteln (1,3 Millionen Euro) ertüchtigte Mautstraße sucht weit und breit ihresgleichen. Spötter behaupten, da fehlt nur noch der Goldrand und eine Bodenheizung. Soweit möchte der Bürgermeister zwar nicht gehen, aber der Aufbau (40 Zentimeter) komme der einer Autobahn gleich. „Auf jeden Fall ist er besser als auf jeder Bundesstraße.“ Und das alles dank G7. Christof Schnürer

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