Dieser Platz muss aufgewertet werden: Alexander Weinhart (l.) und Phillip Zoepf wollen die Murnauer Bucht dringend umgestalten. Eine Verlegung der Seestraße (im Hintergrund) wäre ihrer Meinung nach dazu hilfreich. foto: kolb

Mehr bewegen in der "Schweinebucht"

Murnau - Die Murnauer „Schweinebucht“ soll aufgewertet werden. Die Gruppierung „Mehr bewegen“ will diese Bucht am Staffelsee umgestalten, um ein größeres Areal für Freizeit und Tourismus zu schaffen. Dazu soll die Seestraße nach Osten hin verlegt werden.

Wenn es nach der neuen Bürgerliste „Mehr bewegen“ geht, dann muss mit der Murnauer Bucht am Staffelsee dringend etwas geschehen - sinnvolle Ortsgestaltung eben. Seit Jahren dämmert dieses in ihren Augen wertvolle Freizeitareal in einer Art Dornröschenschlaf vor sich hin. Dabei könnte nach Ansicht von „Mehr-Bewegen“-Bürgermeisterkandidat Alexander Weinhart und Phillip Zoepf (Listenplatz 2) so viel mehr aus diesem Gebiet herausgeholt, es gar zu einem Aushängeschild des Ortes gemacht werden. Die beiden spielen nicht nur auf die derzeit durch die Straße zerschnittene Fläche an, sondern auch auf die veralteten Gebäude außerhalb und im Freibad Lido selbst. Zudem wären da die in zwei Arbeitskreisen (Murnau Miteinander und Gemeinderat) schon seit Jahren geführten Diskussionen über eine Seesauna, die bisher ohne Ergebnisse blieben. In diesem Zusammenhang sei immer wieder von Platzmangel die Rede gewesen. „Durch die Verlagerung der Seestraße zwischen dem Freibad Lido und der Abzweigung zum Seewaldweg nach Osten hin kann dort eine größere, zusammenhängende Fläche geschaffen werden, die man dann besser für etwaige Projekte nutzen könnte“, sind sich Weinhart und Zoepf einig. Wie genau es eines Tages dort aussehen soll, da „sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt“, sagt Weinhart. Vorstellbar ist eine parkähnliche Landschaft mit einem Maximum an Angebot, vor allem für Familien. „Dabei kann man sich über die Seesauna ebenso unterhalten wie über ein Schwimmbad, um damit sowohl den Wünschen der Murnauer Bürger nachzukommen als auch den Freizeitwert der Marktgemeinde für Urlauber zu erhöhen. Allerdings muss man schauen, was davon finanzierbar ist.“

Die „Mehr-Bewegen“-Mitglieder gehen noch einen Schritt weiter. Seit Jahren wird über den Platzmangel und die veralteten Gebäude im Freibad Lido selbst gesprochen. „Dem Pächter Kurt Höller sind derzeit die Hände gebunden, mehr daraus zu machen. Wenn er expandieren will, dann wird automatisch seine Liegewiese kleiner, was auch nicht Sinn und Zweck der Sache ist.“ Durch die Verlegung der Straße könnte auch das Freibad nach Osten hin erweitert und damit beispielsweise ein größerer Gastronomiebetrieb geschaffen werden. Dieser wäre dann das ganze Jahr über ein attraktives Ziel für Einheimische und Gäste. „Diese Bucht ist der einzige Anteil Murnaus am Staffelsee. Sie sollte einfach aufgewertet und besser genutzt werden.“

Gespräche mit Anwohnern haben die „Mehr-bewegen“-Mitglieder bereits geführt. Zumindest mit denjenigen auf Murnauer Flur, die sich „allesamt bereit erklärt hatten, die Idee zu unterstützen“. Dabei waren Vertreter der Schützengesellschaft, des Minigolfclub und die Anliegerfamilie Adolph Böhm. Das Konzept sieht vor, die Straße in einer Art Bogen an der Ostseite des Fußballplatzes und am Minigolfplatz vorbei zurück auf die Seestraße in Höhe Anwesen Böhm zu führen. Zufahrten zu den Parkplätzen könnten erhalten bleiben. Der jetzige Fußballplatz müsste allerdings verlegt werden. Ein Plan, den Weinhart und Zoepf in ihrer Funktion als TSV-Chefs schon lange verfolgen.

„Uns ist wichtig, einfach einmal anzufangen und über Lösungen dort nachzudenken“, sagen Weinhart und Zoepf. „Das Konzept soll als erster Vorschlag gesehen werden, der nach der Kommunalwahl ausreichend diskutiert und auf Finanzierbarkeit hin geprüft werden muss.“ Die Pläne, die den Anwohnern bereits gezeigt wurden, will die Liste „Mehr bewegen“ während ihrer Bürgersprechstunde am Freitag, 7. Februar, um 19 Uhr im Gasthof Beinhofer auch allen anderen interessierten Murnauern präsentieren. (sp)

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