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Zwei erste Plätze: Die Sieger Mirjam Steigenberger und Zeljko Zaja (M.) werden von Antonio Ballecco (r.) sowie Oliver Neth und Andreas Mühlthaler (v.l.) beklatscht. 

Das sagen die Teilnehmer über den Dreh

„Mein Lokal, dein Lokal“: Zwei Restaurants teilen sich den Sieg

Garmisch-Partenkirchen/Grainau/Seefeld - An der Kabel-eins-Doku-Soap „Mein Lokal, dein Lokal – Wo schmeckt’ s am besten?“ haben vier Restaurants aus dem Landkreis und eines aus Seefeld in Tirol teilgenommen. Gewonnen haben das „Vaun“ in Garmisch-Partenkirchen und das „Jägerstüberl“ in Grainau.

Stundenlang für eine Fernsehsendung vor der Kamera stehen und nebenbei noch ein Restaurant führen? Hört sich ziemlich anstrengend an. Ist es auch. Davon können vier Wirte aus dem Landkreis und ein Gastronom aus dem benachbarten Seefeld in Tirol ein Lied singen. Bei den Dreharbeiten für die Kabel eins Doku-Soap „Mein Lokal, dein Lokal – Wo schmeckt’s am besten?“ sind sie im Oktober fünf Tage lang gegeneinander angetreten und bewirteten sich gegenseitig. Neben dem Menü nahmen die Kollegen auch das Lokal und die Küche unter die Lupe. Dafür gab es Punkte. 40 waren insgesamt zu holen. Wer dieser magischen Zahl am nächsten gekommen, und zum Sieger gekürt wurde, ist jetzt klar. Seit dem 2. Januar waren die Folgen im Fernsehen zu sehen. Das Finale fand am Freitag statt, die Gewinner stehen fest: Mit je 34 Punkten haben sowohl Mirjam und Lorenz Steigenberger vom „Vaun“ in Garmisch-Partenkirchen, als auch Zeljko Zaja vom „Jägerstüberl“ in Grainau das Rennen gemacht. Sie teilen sich den Gewinn von 3000 Euro und die Trophäe – den Goldenen Teller.

„Der Dreh war total witzig“, sagt „Vaun“-Chefin Steigenberger. Die ausgestrahlten Folgen hat sie aufgenommen und sich nach der Arbeit angesehen. Dabei musste die Gastronomin oft herzhaft lachen. Viele Erinnerungen kamen hoch. Immerhin sind die Drehtage schon drei Monate her. Und die hatten es in sich. „Ich bin nie vor drei Uhr ins Bett gekommen“, sagt die gelernte Hotelfachfrau. Am Finaltag dauerten die Dreharbeiten sogar bis sechs Uhr morgens. Ihr Mann und ihr Team im Restaurant haben sie tatkräftig unterstützt. Trotz aller Anstrengung würde sie sofort wieder bei der Sendung mitmachen. „Es war eine tolle Erfahrung.“ Oliver Neth von der „Strandperle“ in Seefeld, der als Zweiter aus dem Wettkampf ging, fasst die Woche so zusammen: „Superlustig, brutal intensiv und sehr emotional.“

Die Nerven lagen bei so manchem der Teilnehmer schon mal blank, sagt der Viertplatzierte vom „Gasthof zur Linde“ in Garmisch-Partenkirchen, Andreas Mühlthaler. „Der wenige Schlaf hat Spuren hinterlassen.“ Und natürlich ging manchmal auch etwas schief. Antonio Ballecco von der „Trattoria Calabrese“ kam einmal ganz schön ins Schwitzen. Als die Kollegen während der Sendung einen Rundgang durch seine Küche machten, fanden sie im Kühlschrank ein Stück Rinderfilet, das etwas verfärbt war. Das Fleisch war am Montagabend geöffnet, jedoch nicht verkauft worden. Dienstags war Ruhetag. Mittwochmorgen kam das Fernsehteam samt der Konkurrenz zu ihm. Da war das Filet immer noch im Kühlfach. Die Küchenkräfte haben es vergessen. „Serviert worden wäre es selbstverständlich nicht“, betont der Italiener. „Das war einfach Pech“, sagt Steigenberger. Sie kennt Ballecco schon lange und hält ihn für „einen der besten Gastgeber überhaupt“. Er ist schließlich Dritter geworden. Die Platzierung ist für ihn eigentlich gar nicht so wichtig. Er empfindet es alleine schon als Ehre, für die Sendung ausgewählt worden zu sein. „Dabei zu sein, war ein großer Erfolg.“

Dieser Ansicht sind auch die Gewinner Zaja und Steigenberger. Nur wegen einer Sache klingt die „Vaun“-Chefin etwas nachdenklich. Sie vermutet, dass der Chef des Jägerstüberls seine Speisekarte extra für die Fernsehsendung geändert und gehobene Menüs angeboten habe. Auch Neth und Mühlthaler kommen darauf zu sprechen. Doch der „Jägerstüberl“-Chef dementiert. Auch seitens des Senders gibt es keine Zweifel daran, dass alles seine Ordnung hatte. „Es gab zwar eine kleinere Auswahl an Speisen“ sagt Zaja. „Die biete ich jedoch auch sonst in meinem Lokal an.“

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