Die Schönheit der Natur kommt in der Dokumentation nicht zu kurz. Eingefangen haben sie Kameramann Zvoni Novakovic (2. v. r.) mit seinem Team vom BR und die Uffinger Filmautorin Gabriele Dinsenbacher (2. v. l.). Foto: Eva-Maria von Selzam/fkn

Nur 800 Meter - trotzdem ist alles anders

Murnau - Die Uffinger Filmemacherin Gabriele Dinsenbacher hat eine Dokumentation über das Leben auf der Insel Wörth gedreht. Sie ermöglicht überraschende Einblicke in das Leben der Bewohner.

Von der Insel Wörth im Staffelsee bis zum Festland sind es nur wenige Meter - „trotzdem ist das Leben dort ganz anders, das kann man sich gar nicht vorstellen“, sagt Regisseurin Gabriele Dinsenbacher. Über ein Jahr lang hat die Uffingerin deshalb immer wieder versucht, den Alltag auf Wörth mit der Kamera zu dokumentieren. Das Ergebnis namens „Leben auf der Insel“ zeigt das Bayerische Fernsehen am kommenden Donnerstag ab 14.30 Uhr.

Obwohl Dinsenbacher bereits seit 1991 im Landkreis lebt und einige ihrer mehr als 50 Filme hier spielen, war sie überrascht von den neuen Einblicken, die sie durch die Dreharbeiten gewonnen hat. „Ich habe mir gar nicht klar gemacht, dass die Insulaner teilweise nicht in die Arbeit gehen können, wenn das Eis beispielsweise zu dünn ist, um zum Festland laufen zu können“, erzählt die Mutter zweier erwachsener Kinder. Oft genug komme es auch vor, dass die Bewohner am Abend nicht nach Hause kommen und deshalb in einer Pension übernachten müssen. „Da gibt es wirklich spannende Aspekte.“

Denn auf einer Insel - auch wenn das Festland nur rund 800 Meter entfernt ist - erscheinen selbst Kleinigkeiten in einem neuen Licht. Alles, was man im täglichen Leben benötigt, muss mit dem Boot transportiert werden. Der Film erzählt von diesem Alltag, der in jedem Moment vom der Natur bestimmt ist - gerade jetzt im Winter.

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