Die Hangsicherung an der Straße nach Wamberg läuft bereits. Die Straßendecke wird dann ab kommendem Jahr erneuert. foto: MarktGemeinde

1,4 Millionen Euro für Wamberg

Garmisch-Partenkirchen - Die Verbindungsstraße von Garmisch-Partenkirchen nach Wamberg sowie die Kankerbrücke werden erneuert. Der Freistaat unterstützt das Vorhaben mit 675 000 Euro.

Für die Wamberger ist’s wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Endlich wird die Straße in den höchst gelegenen Ortsteil von Garmisch-Partenkirchen hergerichtet. „Die Freude ist bei allen natürlich riesengroß“, betont Andreas Mühlbacher. Bereits bei der Eingemeindung im Zuge der Gebietsreform 1978 sei den Wambergern versprochen worden, dass die Zufahrt zu dem Bergdorf in knapp 1000 Metern Höhe erneuert wird. „Das war wirklich ein langer Kampf“, sagt der Ortsteilsprecher.

Mit 1,4 Millionen Euro schlägt dieses Vorhaben zu Buche, das auf zwei Jahre angelegt ist. Erste Zeichen sind bereits sichtbar: „Die provisorische Kankerbrücke, über die der Verkehr während des Neubaus rollen soll, steht schon“, erklärt Rathaus-Sprecher Florian Nöbauer. Außerdem werde bereits an der Hangsicherung gearbeitet. Insgesamt hat der Freistaat dafür einen Zuschuss in Höhe von 675 000 Euro in Aussicht gestellt. Eine erste Rate über 50 000 Euro hat das Finanzministerium bereits aus Mitteln der Kfz-Steuer im Rahmen des vom Bayerischen Landtag festgesetzten Finanzausgleichs bewilligt.

Neben der Brücke, die künftig auf 40 Tonnen auslegt werden soll, und der Hangsicherung wird auch die Straßendecke erneuert. „Außerdem schaffen wir Ausweichbereiche“, betont Nöbauer. Dieses Vorhaben, hinter dem der gesamte Gemeinderat steht, diene nicht nur den 27 Wambergern, sondern sei auch aus touristischer Sicht von Bedeutung. „Schließlich ist Wamberg ein beliebtes und wichtiges Ausflugsziel.“

Und dieses können die Urlauber und vor allem auch die Einheimischen künftig ungehindert tun. Den aktuellen Zustand der Ortsverbindungsstraße beschreibt Mühlbacher als „löchrig und nur sporadisch mit Leitplanken versehen“. Diese „reine Buckelpiste“ sei zudem im Winter problematisch gewesen, sagt er. „Es konnte nur schlecht geräumt werden.“ Dass nach 33 Jahren Abhilfe geschaffen wird und auch der Lieferverkehr - sei’s für die Gaststätte oder Heizöl - bald ungehindert fahren kann, sorgt bei den Wambergern für große Erleichterung: „Es hat lange gedauert, aber alle sind sehr dankbar, dass jetzt endlich etwas passiert.“

Tanja Brinkmann

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