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Es tut sich was: An der Abzweigung der Staatsstraße 2062 zur B 23, für die der Gemeinderat Ettal einen Kreisverkehr gefordert hat, steht mittlerweile ein Stoppschild

Erhebliche Behinderungen für Autofahrer

Millionen-Investition für Staatsstraße 2062

Ammertal - Das Straßenbauamt gibt Gas: Es nimmt für zwei Projekte für die Staatsstraße 2062 ordentlich Geld in die Hand. 

Auch in diesem Jahr investiert das Staatliche Bauamt Weilheim im Ammertal: Gleich zwei Projekte sind schon in den nächsten Monaten für die Staatsstraße 2062 geplant: Zum einen wird der Belag bis zur Abzweigung Linderhof verbessert, zum anderen stehen Brückenarbeiten kurz vor der Staatsgrenze in Richtung Plansee an. Mehr als eine Million Euro wird das alles kosten. Dabei müssen sich die Autofahrer auf erhebliche Behinderungen einstellen – wie schon beim Ettaler Berg im vergangenen Jahr. Diese Baustelle ist noch immer nicht abgeschlossen.

Tempo 50 wird aufgehoben

„Die beauftragte Firma ist leider nicht fertig geworden“, sagt Dr. Hermann Streicher vom Straßenbauamt. Dabei bezieht er sich auf die Erneuerung der Leitplanken am Bergpass. Das Problem laut Streicher: So lange die Planken nicht endgültig montiert sind, muss die Geschwindigkeit für den Verkehr reduziert werden. Deshalb gilt seit Monaten Tempo 50 am Ettaler. „Das wird aber wieder aufgehoben“, betont der Experte vom Amt. Dieses hofft darauf, dass die Witterung bald die Arbeiten zulässt.

Vollsperrung notwendig

Während der Großbaustelle im vergangenen Sommer war eine Vollsperrung der Bundesstraße 23 notwendig – die nach einem Hickhack auf die Abend- und Nachtstunden beschränkt wurde. Anders wird es bei den geplanten Brückensanierungen auf der Staatsstraße 2062 sein. Die Verbindungsroute nach Österreich soll zwischen April und Mitte Juni komplett dicht gemacht werden – und zwar zwischen dem Bereich Linderhof und Staatsgrenze. Gearbeitet wird Streicher zufolge an den Brücken über den Stockgraben und der Häusellahne. Die Kosten sind mit 460 000 Euro angesetzt.

Etwas teurer ist das zweite, große Bauprojekt für die Staatsstraße 2062: 600 000 Euro soll die Sanierung der Fahrbahn zwischen der Abzweigung zur Bundesstraße 23 und Linderhof kosten. „Dabei handelt es sich um zehn Kilometer“, erklärt Streicher. Auf denen ist der Belag aber nicht durchgängig schlecht. Vielmehr würden verschiedene Abschnitte erneuert, so dass sich die Baustellenfläche letztlich auf fünf Kilometer reduziert.

Diese sollen in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten saniert werden. Dazu wird die Straße nach Angaben des Bauamts-Mitarbeiters jeweils tagsüber halbseitig gesperrt. „Es kommt eine Ampel-Anlage zum Einsatz.“

Stoppschild statt Kreisverkehr

Einen Kreisverkehr hatten die Ettaler Gemeinderäte für den Abzweigungsbereich zur Bundesstraße gefordert – weil es dort immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen kommt. Nach einem Vor-Ort-Termin im vergangenen Frühling haben sich Vertreter von Polizei, Straßenbauamt und Kreisbehörde aber auf eine andere Lösung geeinigt.

Um den Bereich zu entschärfen, ist inzwischen ein Stopp-Schild am Ende der Staatsstraße aufgestellt worden. „Im Frühling folgt dann der Sichtschutz“, erklärt Streicher. Diese Maßnahme ist in den Augen der Fachleute notwendig, damit die Autofahrer nicht mehr so gute Sicht auf die Straße haben. Oft sei es, hieß es von den Fachstellen, zu Unfällen gekommen, weil nur kurz auf die Straße geschaut und dann in der Wägung von falscher Sicherheit losgefahren worden sei. Dieses Verhalten soll durch das Maßnahmenpaket verändert werden.

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