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Der Angeklagte Peißenberger vor Gericht.

Großvater wird nach Geständnis verurteilt

Enkelinnen missbraucht: Vier Jahre Haft

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Murnau - Er hat alles gestanden: Über Jahre hat sich ein Peißenberger (79) an seinen Enkeltöchtern vergangen. Das Gericht hat ihn nun zu vier Jahren Haft verurteilt. 

Einmal stand er am Freitag vor dem Landgericht München II noch auf und sagte mit nuscheliger Aussprache: „Es tut mir riesig Leid, dass ich die Taten begangen habe. Ich möchte mich entschuldigen. Gott vergibt auch. In diesem Sinne....“ Zwei Stunden später wurde er zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, wie es sein Anwalt gefordert hatte. Damit war der Prozess gegen einen Senior (79) aus Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau) beendet.

Mit Geschenken brachte er die Mädchen zum Schweigen

Der Großvater hatte sich in den Jahren 1994 bis 1998 seinen beiden Enkeltöchtern (7 und 9 Jahre) in Murnau unsittlich genähert und sie sexuell missbraucht. Insbesondere das ältere der beiden Mädchen bekam sein sexuelles Bedürfnis massiv ab. Während es anfangs „nur“ Übergriffe beim Barbie-Spielen gab, verlagerte der Opa seine Handlungen in die Öffentlichkeit, ins Blubberbad einer Schwimmhalle und schließlich auch in eine Scheune, wo er vermutlich die Neunjährige vergewaltigt hätte, wäre er körperlich dazu in der Lage gewesen. Mit Geschenken brachte er die Mädchen zum Schweigen, bis es die Ältere nach 20 Jahren nicht mehr aushielt. Im November 2015 kam der Mann in Untersuchungshaft.

Staatsanwältin fordert fünfeinhalb Jahre Haft

Die Staatsanwältin hatte in ihrem Plädoyer fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. Der Vertreter der Nebenklage ebenso. Er ließ die Tatsache, dass die Taten sehr weit zurückliegen, nicht gelten. Schließlich sei das nicht der Verdienst des Angeklagten gewesen, dass die Opfer so lange nichts gesagt hätten. Die Vorsitzende Richterin Regina Holstein verhängte aber nur vier Jahre, auch in Anbetracht der Tatsache, dass eine Strafe nicht zu lebenslanger Haft führen dürfe.

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