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Von der Brez‘n zur Drez‘n: Franz Fischer präsentiert seine neue Backware.

Ein Ort feiert seinen Ski-Helden

Mittenwald im Dreßen-Fieber: Drez’n statt Brez’n

Erfolg macht erfinderisch: Nach dem Triumph von Thomas Dreßen in Kitzbühel dient der Held von der Streif als Inspiration für den Fasl-Beck. Vor dem Kandahar-Rennen in Garmisch-Partenkirchen wird aber auch der Skiclub Mittenwald aktiv. Zahlreiche Mitglieder wollen ihr Aushängeschild ins Ziel brüllen.

Mittenwald – In Mittenwald gibt es nicht nur Brez’n, sondern neuerdings auch Drez’n. Nach dem Husarenritt von Thomas Dreßen auf der Streif vor einer Woche hat’s bei Franz Fischer im Kopf gerattert. Wie kann er, der Bäckermeister, den historischen Triumph eines Mittenwalders beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel standesgemäß verarbeiten. Dann die Erleuchtung: Der Fasl-Beck formte den Brezenteig in Anlehnung an den ersten Buchstaben von Dreßens Nachnamen einfach zu einem D – fertig war die Drez’n. Bereits am Montag lagen die ersten Exemplare in der Ladentheke.

Nach der Turbo-Fahrt des neuen sportlichen Aushängeschilds war man auch bei Dreßens Heimatverein nicht untätig. Der Skiclub Mittenwald hat im Auftrag seines Vorsitzenden Klaus Wurmer zwei Banner in Auftrag gegeben. Am Freitag wurden sie ihm und seinem Vize Alex Poller am Luttensee-Lift übergeben. Gerade noch rechtzeitig für das Kandahar-Rennen im benachbarten Garmisch-Partenkirchen. „Da machen wir Alarm“, verspricht Wurmer. Rund 30 SCM-Mitglieder wollen im Zielraum ihren Super-Thomas anfeuern. „Wir werden so viel Krach wie möglich machen.“ Kuhglocken werden wohl nicht mitgenommen – der Skiclub-Chef weiß zumindest nichts davon. Die Stimmung im Verein ist jedenfalls seit Dreßens Kitzbühel-Coup gewaltig. „Der Thomas ist der Stolz des Clubs.“

Und natürlich von ganz Mittenwald. Inzwischen prangt an den Ortsbegrüßungstafeln das Konterfei des Hahnenkamm-Helden. „A Hund bist scho“, hat Bürgermeister Adolf Hornsteiner dem Shooting-Star geschrieben. Versehen aber auch mit der Bitte: „Tu’ uns gesund bleiben.“ Der Rathauschef teilt weiter mit, dass Gemeinde und Skiclub nach der Saison in puncto Dreßen „was machen wollen“. Der Bürgermeister wird am Wochenende nicht nach Garmisch-Partenkirchen fahren. Er verfolgt das Rennen lieber zu Hause auf dem Kanapee. Und was macht Dreßens Oma? „Ich werd’ ihm fest die Daumen drücken“, meint Genoveva Seiler, die sich narrisch über den Erfolg ihres Enkels gefreut hat. „Das hat er echt gut gemacht.“

Christof Schnürer

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