Keine Lust mehr auf Italien

Nigerianische Frauen mit Säugling an Landesgrenze geschnappt

Erwischt: Die Bundespolizei hat zwei Frauen aufgegriffen, die unerlaubt die Grenze passieren wollten. Das haben sie nicht zum ersten Mal versucht. 

Mittenwald – Die Bundespolizei hat am Samstagabend eine illegale Einreise auf der Bundesstraße 2 bei Mittenwald beendet. Die Geschleusten, zwei nigerianische Frauen mit einem Säugling, waren bereits am Vortag beim Versuch, die Grenze unerlaubt zu passieren, erwischt worden.

Der Fahrer des Pkw mit deutschem Kennzeichen war ein afrikanischer Landsmann. Dieser konnte sich lediglich mit einer Duldung ausweisen und gab an, seine Begleiterinnen in Innsbruck abgeholt zu haben. Sowohl die Beifahrerin als auch die Nigerianerin mit ihrem zwei Monate alten Baby auf der Rückbank hatten keine Papiere dabei. Alle drei mussten mit ins Weilheimer Polizei-Revier. Dort stellte sich heraus, dass die 27 und 36 Jahre alten Frauen bereits am Vortag in Kiefersfelden einreisen wollten, aber von der Bundespolizei erwischt und zurück nach Österreich geschickt worden waren. Da sie eigenen Angaben zufolge nun lieber in Deutschland anstatt wie die vergangenen sechs Jahre in Italien leben wollten, hätten sie sich am Innsbrucker Bahnhof Hilfe organisiert. Ihren Landsmann hätten sie dort rein zufällig getroffen.

Der Fahrer gab dagegen an, von einem ihm unbekannten Mann telefonisch um die Abholung der Frauen gebeten worden zu sein. Geld habe er dafür keines erhalten. Dass seine Duldung nicht als Reisedokument ausreicht, sei ihm nicht bewusst gewesen. Sein Vorgehen bringt dem 34-Jährigen nicht nur eine Anzeige wegen des Schleusungsversuchs, sondern auch wegen der eigenen unerlaubten Einreise ein. Seine Begleiterinnen wurden abermals nach Österreich zurückgewiesen.

Rubriklistenbild: © dpa

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