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Immer noch Baustelle: Nach wie vor sind Teile des künftigen Alma-Domizils an den Isarauen eingerüstet.

Allianz-Arena war schneller fertig

Dauer-Baustelle Alma-Senioren-Domizil 

Dauer-Baustelle – dieses Wort macht die Runde, wenn in Mittenwald vom Alma-Senioren-Domizil die Rede ist. 28 Monate nach dem Spatenstich sind die Arbeiten im ehemaligen Gewa-Gebäude immer noch nicht abgeschlossen. Dabei sollte am 1. Februar das künftige Altersheim übergeben werden.

Mittenwald Kaum zu glauben: Von der Grundsteinlegung bis zur Eröffnung vergingen bei der Allianz-Arena in München nur zweieinhalb Jahre. Genau so lange dauert es in Mittenwald, eine ehemalige Instrumentenbau-Firma in ein Seniorenheim umzuwandeln. Die Arbeiten auf der Dauer-Baustelle sind immer noch nicht abgeschlossen. Dabei sollte das künftige Alma-Senioren-Domizil an den Isarauen am 1. Februar an den Betreiber übergeben werden. Wie Projektsteuerer Mario Nowak nun gegenüber dem Tagblatt bestätigt, kann auch dieser Termin nicht eingehalten werden. Die geplante Eröffnung soll ihm zufolge nun im Laufe des März über die Bühne gehen.

Seinen Optimismus lässt sich Nowak deshalb noch lange nicht nehmen. „Wir sind ganz relaxt“, betont der Chefstratege. Doch angesichts des schleppenden Tempos müsste seine gute Laune eigentlich längst verflogen sein. Wir erinnern uns: Die hürdenreichen Arbeiten am Bestandsbau ziehen sich seit mittlerweile zweieinhalb Jahren hin. Seit dem Spatenstich im September 2015 gleicht das künftige Seniorenheim zwar nach wie vor – zumindest äußerlich – einer Baustelle. Aber es gehe zügig voran, beruhigt Nowak. „Rund 30 Mann arbeiten gerade an der Fertigstellung“. Gewerkelt wird sauber „von oben nach unten“.

Während oben bereits die Bäder erstrahlen und schicke Linoleum-Böden in Holzoptik die sonnendurchfluteten Zimmer verschönern, wurde erst Anfang der Woche im Parterre des künftigen Verwaltungstrakts der Estrich gelegt. Eine Plastikfolie schützt den Abschnitt vor Lufteinzug.

Doch der Anblick täuscht. Lange wird es laut Nowak nicht mehr dauern bis zur Fertigstellung: In wenigen Wochen soll mit der verbindlichen Übergabe des Objekts kurz darauf die Inbetriebnahme erfolgen und die ersten Versorgungsverträge mit künftigen Bewohnern unterschrieben werden. Die Nachfrage ist ungebrochen groß. Im Oberen Isartal würde damit eine Bedarfslücke geschlossen werden. Nicht zuletzt, weil die Zukunft des bestehenden Seniorenheims Phönix Haus Karwendel nach wie vor offen ist.

Dafür soll’s jetzt an den Isarauen Schlag auf Schlag gehen. „Die ersten Einbauschränke sind bereits angeliefert worden“, sagt Nowak. Der massive Wintereinbruch vor Kurzem und der Frost verzögerten die Bauarbeiten allerdings ein weiteres Mal. Nichts Neues im Alma-Domizil, dessen Fassade teilweise immer noch eingerüstet ist.

Darüber hinaus gab’s zuletzt auch logistische Probleme. „Die Sattelzüge hatten es durch den Schnee schwer, überhaupt in die Isarauenstraße zu kommen“, verdeutlicht Nowak. Während also im ehemaligen Gewa-Gebäude immer noch geschwitzt wird, läuft die Personalplanung derweil auf Hochtouren: „Wir haben bereits einen Hausmeister, einen Chefkoch sowie die Leitungskräfte eingestellt.“ Ein „gutes Team“ habe sich herauskristallisiert, glaubt Nowak. Gesucht werden nach wie vor Pflegekräfte. „Das ist bekanntlich sehr schwierig in Deutschland“, weiß der Projektplaner aus Erfahrung. Denn Nowak beschäftigt sich in der ganzen Bundesrepublik mit Seniorenheimen. Ob bei den anderen die Bauphase auch so lange gedauert hat?

Josef Hornsteiner

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