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Selfie auf dem Kranzberg: Mittenwald war bei Touristen im ersten Halbjahr 2018 beliebt. 

Mittenwald holt auf

Erstes Halbjahr 2018: So fällt die Bilanz in der Alpenwelt Karwendel aus

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Die Hauptsaison ist in der Alpenwelt Karwendel ein Selbstläufer: mit mehr Nachfrage als Angebot. Jetzt konnten auch die Zahlen der schwächeren Monate auf ein gutes Level gehoben werden.

Oberes Isartal – Im Sport würde man sagen, das Training hat sich ausgezahlt. Der Athlet ist fit und verfügt noch über Kraftreserven. Eigenschaften, die auch auf die Alpenwelt Karwendel (AWK) GmbH zutreffen. Der Tourismusverbund der Gemeinden Wallgau, Krün und Mittenwald könnte als erfolgreicher Ausdauerläufer durchgehen. Und das trotz anfänglicher Bleifüße. „Es gab schwierigere Jahre“, gibt Sabrina Blandau zu. Anlaufschwierigkeiten. Doch jetzt, knapp fünf Jahre nach der Gründung der AWK, wird kontinuierlich die Leistung gesteigert. Auch heuer.

Als „sehr, sehr erfreulich“ bezeichnet Blandau die Zahlen des ersten Halbjahres (siehe unten). Vor allem die Osterzeit hat sich positiv entwickelt – plus 9,3 Prozent bei den Ankünften – wie auch die Monate Mai und Juni. Dort zeigt sich der Aufwärtstrend mit plus 14,45 Prozent noch deutlicher. Nicht anders sieht’s bei den Übernachtungen aus: ein dickes Plus von 14,65 Prozent. Das kommt nicht überraschend. Die Bilanzen beweisen es: Die ersten sechs Monate liefen in der Vergangenheit von Jahr zu Jahr besser. 2010 lagen die Ankünfte noch bei 80 479 und die Übernachtungen bei 434 898, jetzt bei 107 834 und 500 981.

Strategie 2025 in Arbeit

Am Aufwind war Mittenwald maßgeblich beteiligt. Die Marktgemeinde „hebt sich von Krün und Wallgau ab“, hat sich dieses Mal stärker entwickelt. Der Grund: Einzelne Betriebe öffneten sich für digitale Vertriebskanäle, also für die Online-Buchbarkeit. Das heißt aber längst nicht, dass der Ort damit als Vorbild vorangeht. Ganz im Gegenteil. „Mittenwald hat aufgeholt“, betont Blandau. Die jahrelange Überzeugungsarbeit trägt Früchte. Luft nach oben? Gibt’s der Expertin zufolge aber nach wie vor. „Wir haben noch Potenzial, wenn man den Bereich stärker nutzt.“

Die Alpenwelt Karwendel stand in der ersten Jahreshälfte bei Gästen hoch im Kurs. Dem daraus resultierenden Effekt misst Blandau eine hohe Bedeutung bei. Denn trotz sinkender Bettenzahl – in einem Jahr sind 173 (minus zwei Prozent) weggefallen – verbesserte sich die Auslastung der Betriebe. Darauf will der Tourismusverbund aufbauen. Der Fokus liegt deshalb auf der so genannten Strategie Alpenwelt Karwendel 2025, an der gearbeitet wird. Kernpunkte verrät Blandau bereits. Ziel ist, Themen, Zielgruppen und ein Leitbild festzulegen. In diesem Zuge müssen zahlreiche Fragen beantwortet werden. Zum Beispiel: Wie stärkt man die Vertriebskanäle? Wie kann man Gastgeber individueller unterstützen? Die Suche nach Lösungen läuft. Dazu gehört ebenfalls, den Bettenrückgang zu kompensieren. „Vielleicht können wir ihn durch andere Projekte auffangen“, sagt Blandau. Wie diese aussehen, wird sich erst zeigen. Seinen Teil dazu beitragen dürfte aber das geplante „Silva Mountain“ am Mittenwalder Kaffeefeld, für das vergangene Woche Baurecht geschaffen worden ist. „Das Hotel“, betont Blandau, „ist enorm wichtig.“ Um weiterhin erfolgreich zu bleiben.

Zahlen im Überblick:

Gästeankünfte im ersten Halbjahr 2018:

Gesamt:

107 834 (plus 10,26 Prozent; Vorjahr: 97 804)

Mittenwald:

52 047 (plus 15,30 Prozent; Vorjahr: 45 140)

Krün:

44 173 (plus 5,51 Prozent; Vorjahr: 41 866)

Wallgau:

11 614 (plus 7,56 Prozent; 10 798)

Übernachtungen im ersten Halbjahr 2018:

Gesamt:

500 981 (plus 7,87 Prozent; Vorjahr: 464 429)

Mittenwald:

233 996 (plus 11,65 Prozent; Vorjahr: 209 572)

Krün:

204 719 (plus 4,55 Prozent; Vorjahr: 195 803)

Wallgau:

62 266 (plus 5,44 Prozent; Vorjahr: 59 054)

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