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Wanderkampagnen stehen hoch im Kurs.

Positiv-Trend setzt sich fort

Alpenwelt Karwendel: Sommer ist bei Gästen beliebter als der Winter

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Gute Laune bei Sabrina Blandau: Die Geschäftsführerin der Alpenwelt Karwendel hat positive Zahlen im ersten Halbjahr zu vermelden. Wieder gibt‘s ein Plus bei Ankünften und Übernachtungen.

Oberes Isartal – Bozner Markt, Karwendel Music Festival, Bauernwochen – bei der Alpenwelt Karwendel (AWK) geht’s derzeit richtig rund. Für Verschnaufpausen bleibt kaum Zeit. Schließlich will das Team des Tourismusverbunds von Mittenwald, Krün und Wallgau seinen Gästen ein reichhaltiges Programm anbieten. Daran feilen Sabrina Blandau und Co. seit Jahren. Die Mühen sollen nicht unbelohnt bleiben: Die AWK fährt Erfolge ein.

Fast ein bisserl warm ums Herz wird es der Geschäftsführerin, wenn sie sich die Zahlen des ersten Halbjahres 2017 anschaut. Der Trend setzt sich fort. Sowohl bei den Ankünften als bei den Übernachtungen gibt es eine Steigerung zu verbuchen (siehe unten). „Das ist absolut erfreulich.“ Insbesondere zeigt sich eine positive Entwicklung in der Osterzeit (März/April): ein dickes Plus von 9,2 Prozent bei den Ankünften, ein noch dickeres Plus von 13,9 Prozent bei den Übernachtungen. Kleine Ausreißer in den einzelnen Orten dürfen dabei nicht überbewertet werden. „Die Unterschiede gleichen sich meist zum Jahresende wieder an“, erklärt Blandau. Die Werte hängen von verschiedenen Begleitumständen ab – seien es Veranstaltungen, Gruppenaufenthalte oder Schließungszeiten. Dieses Mal profitierten alle Krüner Ortsteile von der Steigerung, was unter anderem mit der dreiwöchigen Schließung des Hotels „Das Kranzbach“ zu tun hat.

Die aktuellen Zahlen alleine stellen Blandau aber noch nicht zufrieden. Das schafft erst der Blick auf die Entwicklung seit 2011: Kontinuierlich wanderten die Zahlen der ersten sechs Monate im Jahr nach oben. Ein Beleg: Im Schnitt kamen rund 9 Prozent mehr Touristen ins Isartal. Der Wermutstropfen: Die Aufenthaltsdauer ist in dieser Zeitspanne von 5,3 Tagen auf 4,8 gesunken. „Das ist trotzdem ein guter Wert“, betont die Expertin im Vergleich. „Andere Regionen liegen schon einen Tag drunter.“

Im Sommer bleiben die Gäste in der Regel ein wenig länger. Grundsätzlich laufen die warmen Monate besser. Über 70 Prozent der Übernachtungen werden mittlerweile von Mai bis Oktober generiert, davon schon allein 45 Prozent zwischen Juli bis September. Der Tourismus verlagert sich – weg vom Winter, der immer schlechter abschneidet. „Das liegt an der starken Abhängigkeit von Schnee.“ Deshalb sollen Alternativangebote ausgetüftelt werden.

Den richtigen Riecher hat die AWK schon einmal bewiesen. Mit Veranstaltungsreihen wie dem Bergfrühling gelang es, die Vorsaison zu stärken. Darauf liegt auch künftig der Fokus. Wie? Mit weiteren Veranstaltungen und speziellen Marketingkampagnen, zum Beispiel im Bereich Wanderungen. Gleiche Pläne schmiedet man für die Nachsaison.

Zahlen im Überblick

Gästeankünfte erstes Halbjahr 2017:
Gesamt: 97 601 (plus 4,67 Prozent; Vorjahr: 93 248)
Mittenwald: 44 938 (plus 5,39 Prozent; Vorjahr: 42 640)
Krün: 41 866 (plus 5,16 Prozent; Vorjahr: 39 810)
 Wallgau: 10 797 (minus 0,01 Prozent; Vorjahr: 10 798).

Übernachtungen erstes Halbjahr 2017:
Gesamt: 446 042 (plus 4,25 Prozent; Vorjahr: 446 042)
Mittenwald: 209 6029 (plus 3,76 Prozent; Vorjahr: 201 453)
Krün: 195 803 (plus 5,65 Prozent; Vorjahr: 185 325)
Wallgau: 60 160 (plus 1,41 Prozent; Vorjahr: 59 264)

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