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Das Eingangstor zum Untermarkt: Die Bahnüberführung an der Schöttlkarstraße wird komplett erneuert. An der lichten Höhe von 3,20 Meter soll sich nichts ändern.

Projekt bringt Lärm und Erschütterungen mit sich

Alte Bahnbrücke in Mittenwald wird ersetzt: Das blüht den Anwohnern

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Diese Baustelle wird die Mittenwalder länger begleiten: Die DB Netz AG plant, die Bahnüberführung an der Schöttlkarstraße zu ersetzen. Sechs Monate soll das Vorhaben dauern. Eine Geduldsprobe – besonders für die Anwohner.

Mittenwald – Sie hat fast schon Altertumswert. Seit 1912 besteht die Brücke an der Mittenwalder Schöttlkarstraße. „Sie hat schon einiges mitgemacht“, sagt Adolf Hornsteiner (CSU) im Gemeinderat. Erst im März und Anfang Juni blieben zwei Laster hängen. Die Fahrzeuge waren zu hoch oder die Bahnüberführung zu niedrig. Wie man’s nimmt. Dass die DB Netz AG sich dem Bauwerk annehmen möchte, steht seit Jahren fest. Jetzt werden die Pläne konkreter.

Die Zeit ist reif dafür. Der Zustand der Brücke – eher schlecht als recht. Sie kann nicht erhalten bleiben. Eine Rundum-Erneuerung ist fällig, samt Abbruch der Fundamente und einem neuen Überbau als fertiges Stahltrogbauwerk. Auch einen Dienst- und Rettungsweg beinhaltet das Konzept. So schreibt es das DB-Regelwerk vor.

Grundsätzlich begrüßt der Bürgermeister das Vorhaben. „Es ist gut, dass die Bahn erkannt hat, die Brücke zukunftssicher zu machen.“ Ihm ist aber auch völlig bewusst, das diese größere Maßnahme Beeinträchtigungen für das mittelbare und unmittelbare Umfeld mit sich bringt. Sprich: für die Anwohner.

Gemeinde legt wichtige Kriterien fest

Umgesetzt wird das Projekt voraussichtlich 2019. Wann genau die Arbeiten beginnen, ist allerdings noch nicht absehbar. „Wir können keine belastbaren Aussagen machen“, verdeutlicht Hornsteiner. Feststeht indes, dass die Schöttlkarstraße, das Eingangstor zum Untermarkt, sechs Monate komplett gesperrt wird. Zusätzlich steht der Bahnbetrieb mehrfach still. Das trifft den Ort, der vom Tourismus lebt. Zwar haben die Gemeinderäte einstimmig beschlossen, dass es von Seiten des Marktes keine Einwände gegen das Planfeststellungsverfahren gibt, allerdings auch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Ein Kriterium: Die Sperrzeiten für den Eisenbahnverkehr sind auf das unbedingt notwendige Maß zu reduzieren und vor allen nicht in die touristischen Spitzenzeiten (Ostern, Pfingsten, Anfang bis Ende der Sommerferien) zu legen.

Kriterium Nummer zwei: Auch die Lärmbelästigungen für die Anwohner sollen so gering wie möglich ausfallen. Die brauchen gute Nerven. Vor allem in den nächtlichen Stunden müssen sie mit Störungen rechnen, verdeutlicht Marktbaumeister Ralf Bues. Das hat eine schalltechnische Untersuchung ergeben. Für die Betroffenen, die frühzeitig Informationen von der DB erhalten, wird jedoch Ersatzwohnraum in den entsprechenden Phasen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich fungiert ein extra eingesetzter Lärmschutzbeauftragter als Ansprechpartner bei möglichen Beschwerden.

Schäden seien unverzüglich zu beheben

Doch nicht nur die Mittenwalder persönlich bekommen die Bauarbeiten zu spüren, sondern auch deren Häuser. Schäden können aufgrund der Erschütterungen nicht ausgeschlossen werden. Ein Punkt, der Florian Lipp (Freie Wähler) keine Ruhe lässt. Mehrfach appelliert er in der Sitzung dafür, Messungen während der Bauzeit einzufordern. Auch ein Punkt, den die Marktgemeinde der DB mit auf den Weg gibt. Ebenso seien entstandene Schäden unverzüglich zu beheben.

Insgesamt sechs Voraussetzungen für ihren Segen zu den Plänen beschließt das Kommunalparlament an diesem Abend. Sie sollen nicht nur Worthülsen sein. „Wir müssen unsere Bedingungen überwachen“, betont Hornsteiner. Ob sie am Bau auch wirklich Berücksichtigung finden. Schon jetzt versichert er den Anwohnern. „Wir werden uns dafür einsetzen.“

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