„Green Building Immobilie“: Als solche wird das künftige Mittenwalder Vier-Sterne-Hotel bei Rubina Real Estate angepriesen. Grafik: Architekturbüro walch

Appetitmacher im Internet

Mittenwald - Appetit machen auf Leuchtturm-Projekte. Das tut derzeit die Immobilien-Agentur Rubina Real Estate für das geplante Vier-Sterne-Superior-Hotel in Mittenwald.

„In der Region einzigartiges Hotelkonzept“, „Grand Ballroom für bis zu 450 Gäste“, „hervorragende Verkehrsinfrastruktur“ und „vielfältiges und abwechslungsreiches Freizeitangebot“ - mit werbewirksamen Slogans für das geplante Mittenwalder Vier-Sterne-Plus-Hotel wird jedenfalls nicht gespart bei der Berliner Immobilienagentur Rubina Real Estate. Auf deren Internetseite wird das 36,9-Millionen-Euro-Investment potenziellen Geldgebern schmackhaft gemacht.

„Das gehört zu unserer Vertriebs- und Marketing-Strategie“, klärt Patrick Berrendorf von der federführenden ID-Projektentwicklungs-GmbH auf. Das Anpreisen im Internet bezeichnet der Juniorchef als „Formalie“. „Die Gespräche laufen auf einem ganz anderen Level ab.“

Berrendorfs Vater Peter, der ebenso seit sieben Jahren für die Umsetzung des von vielen als Leuchtturm-Projekt titulierten Vorhabens an der Bahnhofstraße kämpft, wiederum vermeldet Fortschritte in der Finanzierungsfrage. „Ende Februar sind wir durch.“ Dank eines „weltweiten Netzwerks“ habe man Gespräche mit internationalen Verhandlungspartnern führen können.

Ob diese auf der Homepage von Rubina Real Estate Appetit auf Mittenwald bekommen haben? Interessierte Leser werden auf dieser Seite auf alle Fälle mit Vorzügen und Alleinstellungsmerkmalen bombadiert. So verspricht man unter anderem: „Dieses Vier-Sterne-Superior-Hotel bietet großartige Investmentmöglichkeiten anhand deren herausragenden Lage in Bayern und der ausgezeichneten Konstruktion des Objekts.“

Fakt ist aber auch: Außer Skizzen will Mittenwalds Marktbaumeister Ralf Bues noch nichts auf dem Tisch liegen haben. Doch „Antragsunterlagen“ seien „in dieser Geschwindigkeit und in diesem Zeitraum nicht zu erwarten“ gewesen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass erst im September 2014 durch das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs das Projekt juristisch unanfechtbar und faktisch erst mit diesem Tag Baurecht geschaffen wurde.

Laut den Berrendorfs geht es seitdem mit dem als „Green Building Immobilie“ - weil ökologisch vorteilhaft und energie-effizient - bezeichneten Hotelkomplex zügig voran. Inzwischen bestätigt die Planer-Familie kurz vor einem Vertragsabschluss mit einer Betreiber-Gesellschaft zu stehen. „Einer führenden Hotelkette“, wie Peter Berrendorf ausdrücklich betont.

Am offensiven Zeitplan soll übrigens festgehalten werden. Demnach möchten die Berrendorfs und ihre handverlesenen - noch nicht genannten - Partner im März die Genehmigungspläne bei der Marktgemeinde einreichen. Baubeginn ist für Herbst 2015 vorgesehen. Eröffnet werden soll das Prestige-Refugium mit Ballroom, Relaxation-Rooms sowie In- und Outdoorpool dann vermutlich im Herbst 2017 werden. Spätestens dann zeigt sich, ob man all das, was im Internet derzeit versprochen wird, auch einhält. csc

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