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Erstmals auf dem Podest: Thomas Dreßen, der auf der Raubvogelpiste in den USA Dritter wird.

Aufgeregt vor jedem Start des Mittenwalders

So fiebern die Großeltern mit Thomas Dreßen mit

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Die Freude über Thomas Dreßens dritten Platz bei der Weltcup-Abfahrt von Beaver Creek ist nicht nur in Mittenwald riesengroß.  Auch in Jülich, wo die Großeltern des Skirennfahrers wohnen, wird kräftig gejubelt. Oma Sigrid Dreßen leidet aber erst einmal  bei jedem Rennen ihres Enkels mit.

Beaver Creek/Jülich – Wenn sogar die Wintersport-Königin gratuliert, dann muss das tatsächlich ein spezieller Erfolg sein. Laura Dahlmeier, die sich derzeit in Seefeld auf den Weltcup vorbereitet, schrieb beim Online-Bilderdienst Instagram: „Saustark.“ Das stand unter dem Bild, das Thomas Dreßen nach seinem dritten Platz in der Abfahrt von Beaver Creek veröffentlicht hatte. Dahlmeier schlossen sich nicht nur viele Fans, sondern auch weitere Spitzensportler an. Viktoria Rebensburg meldete sich, Bergsteiger Stefan Glowacz beglückwünschten Dreßen genauso wie die Skifahrer Werner Heel und Bastian Meisen – der erste Gratulant.

Aber keiner freut sich so schön über Erfolge wie die Familie Dreßen selbst. Thomas Dreßen hatte bereits vor zwei Jahren auf der Kandahar mehr als die drei auf dem Siegerpodest gejubelt. Er belegte damals Rang 37. Auch am Samstagabend aus den USA gab es wieder Bilder, auf denen der Mittenwalder erst ungläubig mit geöffnetem Mund auf die Anzeigetafel blickt, wenig später die Fäuste hochreißt und dann in die Kamera lacht. Genauso genossen hat auch seine Großmutter Sigrid Dreßen den Erfolg. Nicht in Mittenwald. Sie und ihr Mann wohnen in Jülich (Nordrhein- Westfalen). Die Großeltern unterbrachen sogar für eine halbe Stunde die Weihnachtsfeier beim örtlichen Radklub, um den Enkel auf der Piste zu verfolgen. „Das darf uns nicht entgehen“, sagt Sigrid Dreßen. Bei fast jedem Rennen läuft der Fernseher. Und immer „krieg’ ich fast einen Herzinfarkt“. Denn Oma Dreßen hofft in erster Linie, dass ihr Thomas gesund unten ankommt. Nach dem tödlichen Sturz von David Poisson in der Vorbereitung auf den Weltcup „hatte ich ein bisschen mehr Angst als davor“. Doch Dreßen kam heil ins Ziel und vor allem unfassbar schnell. Bei der zweiten Zwischenzeit lag er sogar noch 28 Hundertstel vor Sieger Aksel Lund Svindal (Norwegen). Als der Olympiazweite Christof Innerhofer auf fünf Hundertstel herankam, „habe ich geschwitzt wie Hölle“, sagt Dreßen – genauso wie seine Großmutter. Zweimal im Jahr fährt sie nach Mittenwald, in den Ort, in den ihr Sohn Dirk geheiratet hatte. Der Enkel hält die Oma aber auch sonst stets auf dem Laufenden. „Der ruft ja ständig an.“

Mit der Familie in Mittenwald und seinen Freunden möchte er feiern, sobald er daheim ankommt. Die Liste an Erfolgen, die er in den USA eingefahren hat, ist beträchtlich: Erster Weltcup-Podestplatz, bestes deutsches Abfahrtsergebnis seit 13 Jahren, erster Deutscher auf dem Podest in Beaver Creek – ach und das Olympia-Ticket, das er bereits am Freitag nach Rang zehn im Super-G eingefahren hatte. Dreßen hat den Sprung in die Weltspitze gepackt. Mit 24 Jahren.

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