Blutiges Silvester: Gleich sieben Schlägereien in einer Nacht

Mittenwald - Sieben Schlägereien in einer Nacht - ­ das ist die blutige Silvester-Bilanz der Mittenwalder Polizei. Die 24 darin verwickelten Streithähne holten sich dabei zum Teil blutige Nasen.

Jürgen Behl von der Mittenwalder Inspektion kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. "Ich weiß nicht, was da los war", wundert sich der Polizeihauptkommissar über den Gewaltexzess zum Jahreswechsel. Zum Vergleich: Die Millionenstadt München verzeichnete gestern 40 Einsätze, der 8000-Seelenort Mittenwald derer sieben. "Und immer war Alkohol im Spiel", berichtet der Polizeisprecher.

Erstmals müssen die an diesem Tag personell verstärkten Mittenwalder Schandis um 1 Uhr ausrücken. Ein 37-jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen und ein einheimischer Jugendlicher (15) sind aneinander geraten. Der junge Isartaler trägt dabei leichte Blessuren davon. Gut zwei Stunden später fliegen in einer Ferienwohnung die Fetzen. Dort hat ein 17-Jähriger auf die Freundin seines Vaters eingeschlagen. "Der war derartig aggressiv", erzählt Behl, dass er von seinen Kollegen zum Ausnüchtern in die Zelle gesteckt worden sei. "Am nächsten Tag war er wieder lammfromm."

Vorfall Nummer drei ereignet sich um 4.30 Uhr. Diesmal geht's im Obermarkt zur Sache. Bei einer Rangelei mit vier unbekannten Jugendlichen verletzt sich ein Mann aus Niedersachsen (19) leicht. Wildwest-Szenen spielen sich kurz vor 5 Uhr vor einer Diskothek ab. Sieben Burschen aus Mittenwald, zwischen 17 und 22 Jahre alt, prügeln dabei gegenseitig auf sich ein. Es fließt einiges Blut.

Eine gute Viertelstunde später heißt es für die Polizei schon wieder, alkoholisierte Streithähne auseinander zu bringen. Die beiden Einheimischen (19 und 22) beenden ihre Meinungsverschiedenheit verletzungsfrei.

Ähnlich glimpflich endet eine Keilerei, die gegen 5.30 Uhr in einer Mittenwalder Diskothek entbrennt. Darin verwickelt sind der 19-jährige Türsteher und zwei weitere Mittenwalder (19 und 20).

Der Schlusspunkt dieser denkwürdigen Silvesternacht wird um 5.45 Uhr von drei Werdenfelser Heißspornen gesetzt. Sie prügeln vehement drauf los. Folge: Ein Garmisch-Partenkirchner (20) verletzt einen 17- beziehungsweise 19-jährigen Mittenwalder am Kopf. Die beiden müssen zur Behandlung ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen eingeliefert werden.

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