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Der Finanzplan kam schon bei der Sondersitzung zur Sprache. 

Das planen Gemeinde und Initiative

Bürgerentscheid Mittenwald: Die heiße Phase beginnt

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Mittenwald - Der Bürgerentscheid zum Neubau eines Hallenbades in Mittenwald rückt näher, doch die Initiative „Karwendelbad 2020“ hält ihr Finanzierungskonzept weiter geheim. Noch. Am 13. Januar soll es der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Gemeinde bleibt ebenfalls nicht untätig.

Mehrere Anrufe sind beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen eingegangen. Kurz nach der Sondersitzung Ende November, in der sich der Marktgemeinderat Mittenwald  intensiv mit dem Thema Hallenbad auseinandergesetzt hatte. Der Inhalt der Frage, immer derselbe: ob Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) korrekte Beschlüsse hat fassen lassen. Daraufhin wandte sich Gabriele Klingler von der Rechtsaufsicht der Kreisbehörde an die Kommune. Die reagierte und schickte die Unterlagen ein. Die Antwort verkündete Bürgermeister Hornsteiner in der Gemeinderatssitzung Ende Dezember: Entwarnung. Alles im grünen Bereich. Ebenso wenig gebe es Anhaltspunkte für eine Dienstaufsichtsbeschwerde, bestätigt der Rathauschef später auf Tagblatt-Nachfrage. Thema erledigt.

Zumindest dieses. Denn je näher der Bürgerentscheid am 5. Februar 2017 rückt, desto interessanter wird das Finanzierungskonzept, das die Initiative Karwendelbad 2020 nach wie vor sowohl vor der Bevölkerung als auch der Rathausverwaltung zurückhält. Mit Ausnahmen. Ein paar Räten liegt es vor. Hornsteiner hat diese in der Sitzung erneut darum gebeten, den Plan auszuhändigen. „Wenn das der Lösungsansatz wäre, könnten wir uns Zeit, Nerven und Kosten sparen“, betonte der Bürgermeister. Doch er biss auf Granit. Leicht genervt vom „dritten Appell“ bekam er von Georg Seitz (Freie Wähler) einen Korb. „Warum kann man das nicht einfach lassen?“ Für ihn käme es einem Vertrauensbruch gleich, würde er das Manuskript der Initiative weiterleiten. Er jedenfalls lehnt diesen Schritt strikt ab. „Man muss damit leben“, klatschte er Hornsteiner und Co. verbal hin. Der Rathauschef akzeptierte die Entscheidung, das letzte Wort ließ er sich aber nicht nehmen. „Wenn es nicht geht, dann geht’s nicht. Das Ganze ist aber nicht für mich.“ Es gehe ihm ausschließlich um die Sache und um das Gemeinde-Wohl.

Verstehen kann er dieses Vorgehen einfach nicht. Genauso verhält es sich bei seinem Vize Gerhard Schöner (CSU), der bei der Sondersitzung Dampf abgelassen hatte und diese Taktik als „hinterfotzig“ bezeichnete, ja sogar Mauschelei vorwarf. Die Hallenbad-Debatte ist eine emotionale. Das weiß Initiative-Sprecher Armin Görlich. Deshalb verzeiht er Schöner auch das „hinterfotzig“, mehr aber nicht. Von Mauschelei zu sprechen, sei ihm zufolge unterste Schublade. Doch die Gedanken fokussiert er derzeit auf Wichtigeres: In zwei Wochen will die Gruppierung der Befürworter das wohlgehütete Geheimnis lüften. Sie veröffentlicht am Freitag, 13. Januar, um 19.30 Uhr im Postkeller das Finanzierungskonzept und erläutert in diesem Zuge auch die Gründe, warum das Manuskript bis zu diesem Tag zurückgehalten wurde. Während Görlich sich vorerst lieber noch über Inhalte bedeckt hält, kann er eins aber schon klar sagen. Die Verwaltung wird den Plan „keine Minute früher bekommen“.

Die zieht in der Zwischenzeit ihr eigenes Ding durch. Am 10. Januar 2017 werden die Wahlunterlagen versendet. Separat sollen Bürger ein Informationsschreiben erhalten. Darin „wollen wir nochmal kurz und prägnant unsere Sichtweise darlegen, warum derzeit der wünschenswerte Bau eines Hallenbades zurückgestellt werden sollte“, sagt Hornsteiner. Das neue Jahr beginnt in Mittenwald alles andere als ruhig. Befürworter und Gegner bringen sich in Stellung für diesen für Mittenwald richtungweisenden Tag Anfang Februar.

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