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Meterhohe Flammen züngeln auf der Staatsstraße aus dem Vorderteil des Bundeswehr-Kettenfahrzeugs. foto: Hans Schmid/Feuerwehr Mittenwald

Insassen kamen mit Schrecken davon

Bundeswehr-Fahrzeug in Flammen

Mittenwald - Ein Bundeswehr-Kettenfahrzeug ist am Donnerstagmorgen völlig ausgebrannt. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon.

Es sollte eine ganz normale Routine-Fahrt zum Standortübungsplatz auf dem Hohen Brendten werden. Doch es kam für die Soldaten, die am Donnerstagmorgen in dem Bundeswehr-Kettenfahrzeug saßen, völlig anders. Rund 200 Meter nach der Abzweigung von der Staatsstraße 2542 zum Luttensee fing der „Hägglund“ plötzlich Feuer. Das Vorderteil dieses Vehikels brannte völlig aus. Die Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Experten gehen von einem Schaden im niedrigen sechsstelligen Bereich aus.

Kurz vor der Unglücksstelle hatte der Fahrer gegen 8.45 Uhr auf einmal Brandgeruch in der Nase. Geistesgegenwärtig brachte der Mann vom Gebirgsjäger-Bataillon 233 den Hägglund zum Stehen. Alle Insassen - zunächst leicht verwundert - konnten rechtzeitig und unverletzt aussteigen. Wenig später züngelten bereits meterhoch die Flammen. „Ein Ablöschen war nicht mehr möglich“, teilt Mittenwalds Polizeichef Michael Weber mit.

Die alarmierte Feuerwehr rückte kurz danach mit 25 Mann an. „Der Motorblock hat total geglüht“, berichtet Einsatzleiter Anton Klotz. „Die komplette Triebmaschine ist ausgebrannt.“ Zu keiner Zeit aber hätte Explosionsgefahr bestanden. Auch die Ölwanne des Hägglunds blieb intakt. Die Feuerwehr dämmte die Flammen schließlich mit einem Wasser-Schaum-Gemisch ein - zirka 150 Liter Schaum und 2000 Liter Wasser wurden verspritzt. Mächtiger Qualm stieg während der Löschaktion in die Höhe. Vorsorglich rückte auch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mit vier Kräften und zwei Wagen an. Die Sanitäter mussten zum Glück nicht eingreifen.

Bundeswehr-Auto steht in Flammen

Bundeswehr-Auto steht in Flammen

Mit so einem Fahrzeugbrand hatte Hauptmann Marian Sauer, Presse-Offizier des Bataillons 233, natürlich nicht gerechnet. „Das erleb’ ich zum ersten Mal.“ Nun müsse zu allererst nach der Fehlerquelle in dem völlig eingeschäumten Wrack gesucht werden. Möglicherweise, vermutet Sauer, könnte eine „unter Druck stehende Ölleitung undicht“ gewesen sein.

Der kettenbetriebene Hägglund - die Anschaffungskosten belaufen sich auf zirka 200 000 Euro - bietet laut Sauer bis zu 16 Soldaten Platz und besteht aus einem Vorder- und Hinterteil. „Grundsätzlich ist er recht zuverlässig“, stellt der Presse-Offizier klar.

csc

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