Arena Mittenwald
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Bleibt vorübergehend geschlossen: die Arena Mittenwald.

Infizierte Eishockeyspielerin beim Training

Arena Mittenwald: Corona legt Eisstadion lahm

  • Andreas Seiler
    vonAndreas Seiler
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Corona-Aufregung im Isartal: Die Arena Mittenwald wurde am Freitagabend, 4. September, samt Gastronomie vorübergehend geschlossen. Der Grund: Am selben Tag hatte dort eine infizierte, auswärtige Eishockeyspielerin trainiert. Dies wurde im Nachhinein bekannt.

Mittenwald – Die Familie Mayer, seit 2004 für die Arena Mittenwald zuständig, hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Betrieb in Corona-Zeiten zumindest eingeschränkt aufnehmen zu können. Vor etwa sechs Wochen ging’s nach dem Lockdown wieder los – mit Eiszeiten für Eishockeymannschaften und Kunstläufer. Der Publikums- und Schlägerlauf sowie dass Eisstockschießen wurden hingegen gestrichen.

Es wurde ein umfangreiches Hygienekonzept für das Eisstadion und die angeschlossene Gastronomie ausgetüftelt, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Ob Datenerfassung der Besucher, Abstandsregeln in den Kabinen oder regelmäßige Desinfektionen – in der Sportstätte an der Isarauenstraße achtete man penibel darauf, dass sich alle an die Schutzvorkehrungen halten. „Wir haben uns viele Gedanken macht. Das Konzept funktioniert“, berichtet Maximilian Mayer, dessen Mutter Jutta die Anlage von der Marktgemeinde Mittenwald gepachtet hat.

Doch ein Restrisiko bleibt immer bestehen. Das mussten jetzt auch die Mayers bitter erfahren. Am vergangenen Freitagabend erhielten sie die Hiobsbotschaft, wie Maximilian Mayer auf Tagblatt-Nachfrage berichtet. Am gleichen Tag, teilte ihnen der zuständige Verein telefonisch mit, habe in der Halle eine Eishockeyspielerin mit ihrem Team trainiert, deren Corona-Test positiv ausgefallen sei. Der Worst Case für jeden Betreiber einer solchen Einrichtung. Um welchen Club es sich dabei handelte, wollte Mayer nicht verraten. Dem Vernehmen nach kam die besagte Sportlerin aus München.

Die Arena-Chefs gingen verantwortungsvoll und schnell vor: Noch am Freitagabend wurde die Halle samt Gastronomie geschlossen. Geplant ist eine mehrtägige (Zwangs-)Pause bis einschließlich Donnerstag, 10. September. Am Freitag, 11. September, wollen die Mayers wieder aufsperren. „Wir gehen kein Risiko ein“, sagt Maximilian Mayer – und fügt hinzu: „Das ist eine reine freiwillige Vorsichtsmaßnahme.“ Kein Mitarbeiter habe mit der Eishockeyspielerin Kontakt gehabt. Das Gesundheitsamt sei sofort informiert worden. Und jetzt werde man die komplette Sportanalge gründlich desinfizieren und durchlüften. Schmerzhaft, auch wirtschaftlich, sei dieser Rückschlag allemal: „Das tut schon weh.“

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