Schüsse in Kopenhagen gefallen - zwei Menschen tot

Schüsse in Kopenhagen gefallen - zwei Menschen tot
Der König vom Isartal: Bei der Stimmabgabe im Rathaus-Lesesaal weiß Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (r.) noch nicht, wie sensationell er einige Stunden später abschneiden wird. Als Wahlleiter fungiert Alexander Huhn (l.). Im Hintergrund ist Verwaltungskraft Thomas Andre zu sehen. foto: tomaschek

CSU-Fürsten sitzen felsenfest im Sattel

Oberes Isartal - Die Isartaler Bürgermeister dürfen weiterregieren. Was nicht verwundert - angesichts fehlender Gegenkandidaten. Erstaunlich ist, mit welch’ üppigem Ergebnis sie ausgestattet wurden.

Strahlemänner, wohin man nur schaut in den Isartaler Rathäusern. Sowohl in Mittenwald als auch in Krün und Wallgau haben die amtierenden Bürgermeister den klaren Auftrag zum Weiterregieren erhalten. Von einem Wahlkrimi waren die CSU-Fürsten jedenfalls Lichtjahre entfernt.

Mittenwald: „Mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet, mich freut’s riesig.“ Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) zeigte sich am Sonntag überrascht, dass 86,5 Prozent für ihn votiert haben. Damit liegt er nur unwesentlich hinter den Traumzahlen von 2008 (90,2). Jetzt müsse er das Resultat „erst einmal sacken lassen“. Nach einem „relaxten Tag“ mit Sohn und Tochter suchte Hornsteiner nach Bekanntwerden seiner triumphalen Wiederwahl als erstes den Friedhof auf, wo er am Grab seines Vaters innehielt.

Besorgniserregend ist allerdings die Wahlbeteiligung von etwas über 50 Prozent. Beim Bürgermeister-Votum waren übrigens von den 3280 Stimmen 431 ungültig. Ein Scherzbold hatte beispielsweise als seine Nummer eins „John Wayne, Sheriff von Dodge City“ angegeben. „Der wird in Mittenwald nicht gemeldet sein“, kommentierte Karlheinz Schütz, der Geschäfstführende Beamte, beim Auszählen. Ein Ehepaar wiederum, das drei Minuten nach Schließung der Wahllokale im Rathaus bei Wahlleiter Hermann Baier die Briefwahl-Unterlagen abgeben wollte, wurde freundlich abgewiesen. Die beiden hatten laut Baier ihre Verspätung damit begründet, sie hätten den Briefkasten nicht gefunden.

Krün: Dass er die 97,2 Prozent von 2008 wiederholen könnte, daran glaubte Thomas Schwarzenberger (CSU) nicht ansatzweise. Als Amtsinhaber, der seit zwölf Jahren am Ruder ist, mache man sich eben nicht nur Freunde, wie der anhaltende Domain-Streit zeigt. Umso überraschender der Bombenerfolg vom Sonntag: 94,8 Prozent „sind eine tolle Bestätigung“, meint Schwarzenberger - und obendrein ein ermutigendes Signal für die kommenden sechs Jahre. Der Rathauschef, der seit einigen Monaten auch ein Bezirksrats-Mandat innehat, räumt ein, vor dem Auszählen schon etwas nervös gewesen zu sein. Wie sich kurz nach 18 Uhr herausstellte, völlig unbegründet. „Ich bin wirklich sehr, sehr froh.“

Wallgau: Überraschungen gab es auch in Wallgau nicht: 73, 94 Prozent sprachen Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) ihr Vertrauen für eine weitere Amtszeit aus. „Damit kann man zufrieden sein“, findet der 50-Jährige. Schließlich habe er deutlich zugelegt. Bei seiner ersten Kandidatur 2008 bekam er 60,48 Prozent der Stimmen. Allerdings trat er damals auch gegen zwei Mitbewerber an, dieses Mal blieb er ohne Konkurrenz.

Im Vergleich zu seinen beiden Isartaler Bürgermeister-Kollegen liegt Zahler mit gut 73 Prozent deutlich im Hintertreffen. Doch das Ergebnis ist für ihn „eine erneute Motivation“ und zeigt für ihn bei den Wallgauern ganz klar „den Wunsch nach Fortsetzung“ der bisherigen Rathaus-Arbeit. csc

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